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United States of America - Druckversion +- Forum-Sicherheitspolitik (https://www.forum-sicherheitspolitik.org) +-- Forum: Blickpunkt Europa und der Westen (https://www.forum-sicherheitspolitik.org/forumdisplay.php?fid=89) +--- Forum: Sicherheitspolitik und Wirtschaft (https://www.forum-sicherheitspolitik.org/forumdisplay.php?fid=93) +--- Thema: United States of America (/showthread.php?tid=1897) Seiten:
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Re: United States of America - Quintus Fabius - 13.06.2014 Die zwingende Folge der Überwachung des Weltnetz ist schlicht und einfach, dass der Gegner sich längst angepasst hat und dieses nicht mehr für die wesentliche Kommunikation nutzt. Das ist ein gewisser geringer taktischer Vorteil, da es die Kommunikation des Gegners im Vergleich zur unseren verlangsamt, nachteilig aber dahin gehend, dass wir noch schwerer Zugang zu Informationen erlangen, weil der Feind Systeme verwendet die wir im Endeffekt nicht abhorchen können. Meiner Meinung nach ist die Frage der Totalüberwachung der Kommunikation eine rein praktische, also eine Kosten-/Nutzenfrage. Wenn Totalüberwachung etwas bringen würde, hätte ich damit gar kein Problem, Freiheit ist nur eine Worthülse! In Wahrheit ist das Leben der absoluten Mehrheit der Menschen hierzulande extrem unfrei. Moralisch/Ethische Überlegungen sind hier ebenfalls völlig irrelevant. Die einzige Frage sollte sein: nützt das überhaupt was? Bringt es etwas? Und hier ist die klare Antwort: Nein. Kosten- und Nutzen stehen in überhaupt keiner Relation mehr, und der Nutzen ist im Vergleich zum Schaden (Zersetzung der Kohäsion der Gesellschaft) welche diese Überwachung indirekt anrichtet viel zu gering. Ich bin daher gegen diese Überwachung, aus rein praktischen Gründen. Das gleiche Geld und die gleiche Arbeitskraft sollte man in andere Bereiche stecken und könnte damit dann viel mehr bewirken. Im Prinzip ist die Überwachung weitgehend wirkungslos bzw ihre praktischen Ergebnisse (die es gibt) sind im Verhältnis zum Aufwand viel zu gering! Die Überwachung ist also vor allem anderen ineffizient und unökonomisch! Re: United States of America - Schneemann - 13.06.2014 @Quintus Zitat:Die zwingende Folge der Überwachung des Weltnetz ist schlicht und einfach, dass der Gegner sich längst angepasst hat und dieses nicht mehr für die wesentliche Kommunikation nutzt.Genau dies ist der springende Punkt. Ich habe den Diskurs von Nightwatch und phantom auch verfolgt - und ich stimme in manchem zu (etwa, dass man ein wenig nach seinem digitalen Fingerabdruck schauen kann/sollte) -, sehe aber auch gerade den Punkt, dass dieses massenhafte Abfischen von Daten irgendwann ins Leere zielt und nur einen Haufen von nutzlosen Daten produziert. Was nutzen verfolgbare Smartphones, wenn der Gegner - so wie einstmals Bin Laden - schlicht nur noch durch persönliche, verbale Anordnungen oder, wenn es denn hoch kommt, mal mit Handzetteln kommuniziert oder agiert? Nichts. Man hat Bin Laden in seinem Compound in Abbottabad auch nicht durch digitale Schnüffelei erwischt, sondern weil man handfeste, "lebendige" Kuriere und Boten beobachtet und abgefangen hat. Und ich vermute mal, dass diese Vorgehensweise von Terroristen und Kriminellen noch zunehmen wird, wenn sie nicht allzu blöde und digital promiskuitiv sind. Schneemann. Re: United States of America - Schneemann - 18.06.2014 Zitat:Umweltschutzoffensive<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/amerika/umweltschutzoffensive-obama-will-weltweite-meereschutzflaeche-verdoppeln-12996333.html">http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 96333.html</a><!-- m --> Schneemann. Re: United States of America - Schneemann - 28.06.2014 Es wurde sicherlich langsam Zeit für diesen begrüßenswerten Schritt... Zitat:USA stellen Produktion von Anti-Personen-Minen ein<!-- m --><a class="postlink" href="http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEKBN0F21KJ20140627">http://de.reuters.com/article/worldNews ... KJ20140627</a><!-- m --> Schneemann. Re: United States of America - Luetzow - 02.07.2014 <!-- m --><a class="postlink" href="http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/06/02/usa-wirtschaftswachstum-bricht-ein/">http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... richt-ein/</a><!-- m --> Zitat:USA: Wirtschaftswachstum bricht ein Re: United States of America - Schneemann - 01.08.2014 Um noch einmal kurz auf die Kinderarbeitsgeschichte im Diskurs mit Erich im Bolivien-Strang (<!-- l --><a class="postlink-local" href="http://www.forum-sicherheitspolitik.org/viewtopic.php?f=42&t=539&p=175535&hilit=Bolivien#p175535">viewtopic.php?f=42&t=539&p=175535&hilit=Bolivien#p175535</a><!-- l -->) zurückzukommen und dem Hinweis, dass in den USA die Problematik andersartig sich entwickelt hat als in Bolivien bzw. anders eingeschätzt werden muss (bezüglich behördliche Erfassung von Migrantenkindern und bezüglich der Entstehung der illegalen Kinderarbeit), hierzu ein Artikel der SZ: Zitat:Kinderflüchtlinge an der US-Grenze zu Mexiko <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/kinderfluechtlinge-an-der-us-grenze-zu-mexiko-marsch-der-minderjaehrigen-1.2063773">http://www.sueddeutsche.de/politik/kind ... -1.2063773</a><!-- m --> Schneemann. Re: United States of America - Schneemann - 17.08.2014 Im US-Bundesstaat Missouri, genauer gesagt in der in der 20.000-Einwohner-Stadt Ferguson, ereignen sich seit einigen Tagen schwere Krawalle. Grund für die Auseinandersetzung ist der Tod eines 18-jährigen Schwarzen durch eine Polizeikugel, was dementsprechend Erinnerungen an ähnliche Vorfälle weckte - und es sind nicht nur alleine spektakuläre Fälle wie Rodney King oder Trayvon Martin in Florida (wobei dieser nicht von einem Polizisten erschossen wurde) - und was sogleich bittere Rassismus-Vorwürfe bezüglich Polizeiressentiments in der Vergangenheit wieder aktualisierte... Zitat:Krawalle im Bundesstaat Missouri<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.tagesschau.de/ausland/ferguson-michael-brown-103.html">http://www.tagesschau.de/ausland/fergus ... n-103.html</a><!-- m --> Insgesamt betrachtet ist es ja nicht das erste Mal, dass die US-Polizei (wenn man den Begriff mal so verallgemeinernd nutzen kann, da das Polizeiwesen vergleichsweise komplex und von Staat zu Staat bzw. von County zu County teils recht verschieden ist) sich mit dem Vorwurf des Rassismus oder unnötigen Waffeneinsatzes konfrontiert sieht. In den USA dreht sich die Debatte allerdings zudem auch um die zunehmend schwerer werdende Bewaffnung der Polizei, die im Rahmen des "Programms 1033" teils beinahe schon wie eine Armee ausgerüstet ist. Zitat:Proteste in Ferguson <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/proteste-in-ferguson-amerikas-polizei-dein-freund-und-scharfschuetze-1.2089949">http://www.sueddeutsche.de/panorama/pro ... -1.2089949</a><!-- m --> Insgesamt betrachtet kann man beinahe schon von einem "Krieg" im eigenen Land sprechen, ja von einer Art sich "selbst militarisierendem Teufelskreis". Auch bedingt durch die allgemeine massive Verbreitung von Schusswaffen, was wiederum die Bedrohung für Polizisten selbst bei normalen Verkehrskontrollen dementsprechend erhöht, rüstet die Polizei wiederum enorm nach mit Panzerwagen und Sturmgewehren, was jedoch erst recht zur Entfremdung zum/vom Bürger führt und die Eskalationsspirale weitertreibt bzw. die Animositäten gegenüber der Polizei verschärft. Schneemann. Re: United States of America - Tiger - 19.08.2014 Ein Artikel über das Problem mit der Militarisierung der US-Polizei: <!-- m --><a class="postlink" href="https://medium.com/war-is-boring/to-terrify-and-occupy-9ff5850a3231">https://medium.com/war-is-boring/to-ter ... f5850a3231</a><!-- m --> Zitat:To Terrify and Occupy Was ich dabei alarmierend finde: Die wachsende Bereitschaft der militarisierten Polizei zur Eskalation. Auch das Militär - da wird mir Quintus Fabius sicher zustimmen - vermeidet möglichst Eskalationen, und das aus gutem Grund. So schafft man keine Sicherheit. Ich sehe bei dieser Entwicklung sogar durchaus die Gefahr eines neuen Bürgerkrieges in den USA... Warum? Einfach weil die Bevölkerung - oder Teile von ihr - diese Willkür auf Dauer als unerträglich empfinden werden. Re: United States of America - Nightwatch - 20.08.2014 Diese Wescott Geschichte kann man wohl kaum der Militarisierung der Polizei andichten. Ganz grundsätzlich muss man sich auch fragen, ob der Umstand, dass irgendeine Pseudo Swat Einheit eine Hausdurchsuchung vornimmt so sonderlich ungewöhnlich ist. Das ist doch hierzlande auch nicht viel anders, bei Verdächtigen aus besimmten Milleus oder bei sonstwie erhöhter Gefährdungslage (Bewaffnung, Gewaltätigkeit etc.) rücken auch nicht die netten Herren von der Dorfwache an. Sondern halt irgendetwas aus dem Bereich SEK, MEK, BFE, USK... und die Herren stehen dem was in Amerika als SWAT durchgehen machen mag auch in nichts nach. Hinzu kommt noch, dass in den USA nun mal eben auch ein ganz anderes Niveau der Kriminalität vorherrscht und die Waffendichte doch erheblich höher ist. Zwnagsläufig wirkt sich das auf Polizeitaktiken aus. Dessen ungeachtet, natürlich besteht hier auch ein Problem. Im Zuge des Krieges gegen den Terror haben die zahllosen amerikanischen Polizeien extrem aufgerüstet. Um das zu erkennen brauchte es übrigens nicht Ferguson, dass konnte man schon bei der Jagd auf den Attentäter in Boston beobachten. Was da aufmarschierte war von paramilitärischen Verbänden nicht mehr zu unterscheiden. In Teilen mag das sinnvoll sein, ich habe null Probleme damit, wenn die eher robusteren Einheiten 'schweres Gerät' einsetzen udn vernünftig ausgerüstet sind. Ob der großen Entfernungen in den USA ist das auch bei vielen Land- und Dorfpolizeien geboten. Problematisch wird es halt dann, wenn militärische Ausrüstung und - noch viel wichtiger - Mentalität ihren Weg in die Streifenpolizeien finden. Insbesondere letzteres wird mittlerweile der Fall sein, wie der Artikel auch gut darlegt. Liegt denke ich auch ein ganzes Stück weit daran, dass viele Polizisten einen militärischen Hintergrund aus Afghanistan und Irak mitbringen und das natürlich auch auf den normalen Dienstbetrieb austrahlt. Ganz besonders wenn die Übergänge zwischen amerikanischer und irakischer Straße da fließend sind... Wir diese Entwicklung einen Bürgerkrieg provozieren? Kaum, der Bürgerkrieg kommt schließlich sowieso. Beziehungsweise, er ist lokal längst da. Die fortschreitende Militarisierung der Polizei wird ihn dementsprechend lediglich fosieren. Und ich denke, dass das den Vernatwortlichen auf einer gewissen Ebene voll bewusst ist. Re: United States of America - Sapere Aude - 20.08.2014 Die Vorgehensweise gewisser Einheiten mag sich durchaus ähneln, nur kann man wohl die Frequenz der Einsätze von solchen Polizeieinheiten und die Situation als ganzes nicht ganz miteinander vergleichen. In unsere Nachbarschaft sind auch schon solche Einheiten "eingelaufen". Mehr als einmal. Nur lief das extrem diskret ab und kaum einer hat etwas davon mitbekommen. Standn bissl Polizei rum und das wars. Vorallem rollen bei uns keine MRAPs durch die Straßen. Überspitzt formuliert. Wie Nightwatch schreibt, ist die US-amerikanische Polizei ganz anders ausgerüstet um sich gegen gewisse Gefahren zu wappnen. Nur entwickelt sich dieser Zustand auch zum Teil des Problems, da sich die Polizei zunehmend von der normalen Bevölkerung entfernt. Das Bürgerkriegszenario mag zwar weit hergeholt sein, nur wenn man mal drüber nachdenkt, denke ich auch, dass in der Gesellschaft enormes Eskalationspotenzial steckt. Die Gesellschaft befindet sich momentan in einer Spirale und wenn es nicht gelingt, solche Probleme in den Griff zu bekommen, kann es noch viel schlimmer kommen. Aber das fängt schon bei der Vermögensverteilung und der Chancenverteilung im sozialen Bereich an. Das ist ein langwieriges Unterfangen und ein Prozess der seine Zeit braucht. Im Falle der USA vorallem längst überfällig. Re: United States of America - Erich - 28.09.2014 es ist bezeichnend <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.sueddeutsche.de/meinung/usa-unter-obama-die-weltpolizei-ist-zurueck-1.2147898">http://www.sueddeutsche.de/meinung/usa- ... -1.2147898</a><!-- m --> Zitat:28. September 2014 12:37 Re: United States of America - triangolum - 29.09.2014 Die Süddeutsche Zeitung schreibt seit vielen Jahren praktisch im Auftrag der US Botschaft. Ich kann Diskutanten nicht ernst nehmen welche in einem Sicherheitsforum meinen solche unreflektierten PR Beiträge zu verbreiten. 1: Die syrische Arabische Armee steht der ISIS seit 2011 gegenüber. Mal mehr mal weniger. Je nachdem wer gerade als IS sich bezeichnet. Den Islamischen Staat haben bisher alle Terrorgruppen Ausrufen wollen. Zudem existiert die IS schon seit ca. 2006. Und zwar gegründet im Irak. 2: Steht auch der Irak der IS gegenüber. Und auch dieser hat wie Syrien die Opfer zu beklage. Nicht nur die durch die ISIS sondern auch die der jetzigen Bombenangriffe der US & Co. Luftwaffen. Es sind wieder nicht wir welche die Opfer zu tragen haben. Und nein, die ein zwei Geiseln welche Medienwirksam auf Kommando hingerichtet werden wiegen keine 10.000 oder hunderttausend oder in beiden Ländern auf. Ein Franzose ist genauso viel wert wie ein Syrer oder Iraker. Das mit diesen Zerrbildern jedoch unsere Schadtaten verdeckt werden ist das viel größere Übel. Die Behauptung, es würde sonst keiner machen ist daher nicht haltbar und auch nicht zielführend. Keine Waffen an irgend eine Terrorgruppe. Keine Gelder an einer dieser Gruppen. Unterstützung Syriens und Irak in dieser Sache ist der einzig richtige Weg. Natürlich ist das nicht gewollt und auch genau das Gegenteil von dem was der ganze Spuk seit vielen Jahren erreichen soll. Das wird so nicht in der SZ stehen aber es wäre ihre Aufgabe es genau so zu schreiben. Wobei, ob es je ihre Aufgabe war unabhängig und Objektiv zu berichten? Ich bezweifle dies sehr. Re: United States of America - phantom - 29.09.2014 triangolum schrieb:Und auch dieser hat wie Syrien die Opfer zu beklage. Nicht nur die durch die ISIS sondern auch die der jetzigen Bombenangriffe der US & Co. Luftwaffen. Es sind wieder nicht wir welche die Opfer zu tragen haben. Und nein, die ein zwei Geiseln welche Medienwirksam auf Kommando hingerichtet werden wiegen keine 10.000 oder hunderttausend oder in beiden Ländern auf.Den Bezug zum Irakkrieg und den vielen Toten die Bush/USA zu verantworten hat, seh ich als korrekten Einwand. Aber was das jetzt mit der Lösung des ISIS-Problems zu tun haben soll, frag ich mich ernsthaft. Es ist doch keine Frage, dass man den Kollateralschaden in Kauf nehmen muss. Eine Analogie zu deiner Argumentation wäre: Man hätte die Nazis in Europa gewähren lassen sollen, weil ja der Kollateralschaden bei der Entfernung derer, viel zu gross war. => Absurd. Zitat:Ein Franzose ist genauso viel wert wie ein Syrer oder Iraker. Das mit diesen Zerrbildern jedoch unsere Schadtaten verdeckt werden ist das viel größere Übel.Es ist kein Zerrbild, es wird auch von vielen durch ISIS massakrierten Irakern und Syrern berichtet. Wegen den beiden geköpften Journalisten geschehen ja diese Luftangriffe nicht, also das ist wirklich albern. Diese Tötungen von Journalisten (oder Westler) gibt es immer wieder und es ist keinesfalls so, dass da jedes Mal Luftangriffe die zwingende Folge wären. Im Gegenteil, offensichtlich ist es Usus, dass man Terroristen zumindest von europäischer Seite Geld zusteckt. Zitat:Die Behauptung, es würde sonst keiner machen ist daher nicht haltbar und auch nicht zielführend.Sondern. Was ist deine Lösung, wer hat das Chaos welches ISIS veranstaltet im Griff? Assad, die zerstrittene Regierung im Irak? Wohl eher nicht. Zitat:Keine Waffen an irgend eine Terrorgruppe.Selbst das liegt doch schon im Auge des Betrachters. Was ist eine Terrorgruppe? Aus der Sicht der "Gruppe" sind sie die Freiheitskämpfer. Und zwar alle ca. 6-10 Gruppierungen die sich dort gegenseitig auf den Deckel geben. Und die Europäer helfen nicht zuletzt aus Eigennutz, weil sie Schiss von der ganzen Flüchtlingswelle haben. Aber das ist legitim, solang man sich gegen diese religiösen, in Selbstjustiz übenden Schlächter stellt. Zitat:Unterstützung Syriens und Irak in dieser Sache ist der einzig richtige Weg.Auch das ist doch höchst schwammig, ein Sunnit wird die irakische Regierung als Marionetten der USA bezeichnen. Für einen Rebell der gegen Assad bekämpft, ist doch der nur ein grausamer Diktator der entfernt werden muss. Und du willst in deiner Güte denen das Geld schenken, da wirst du der Hälfte der Bevölkerung sicher keinen Gefallen machen. Selbstverständlich wird man auch viele falsche Leute treffen, falsche Entscheidungen treffen, aber das was man jetzt tut, kann doch nicht mit dem Schwachsinn von Bush gleichgestellt werden. Es ist wenn schon, ein ernst gemeinter Versuch, Schlimmeres zu verhindern. Re: United States of America - Erich - 04.10.2014 phantom schrieb:...was ein "ernst gemeinter Versuch ist, Schlimmeres zu verhindern" liegt immer im Auges des Betrachters. Die US-Truppen im Irak sind sogar von sunnitischen Stammesführern willkommen geheißen worden (Falludscha). Dann haben sie sich im obersten Stockwerk einer Schule einquartiert, mit direktem Blick in die Wohn- und Schlafzimmer der Bewohner gegenüber. Und Proteste dagegen wurden mit Schüssen (und entsprechenden Todesopfern) unterdrückt. Aus war es mit dem Willkommen, Falludscha wurde zum Zentrum des Widerstandes und ist heute eine Hochburg von ISIS im Irak. Wenn man wieder solche falschen Entscheidungen trifft, dann wird aus dem ernst gemeintem Versuch nur wieder die Saat für Schlimmeres. Das Bombardement in Syrien, das nicht nur die IS getroffen hat, sondern gezielt auch gegen anderer Widerstandsgruppen ging (die im Konflikt mit IS liegen und eher den gemäßigteren Muslimbrüdern als den extremen Salafisten zuzuordnen wären) hat bereits zu entsprechenden Protesten geführt. Noch mehr solche "Nebeneffekte", und die so getroffenen laufen in Scharen zur IS über, um sich gegen den "großen Satan" gemeinsam zu wehren. Re: United States of America - triangolum - 07.12.2014 Zitat:"Ich habe darauf bestanden, dass sie sofort unterbrochen wird," teilte Gates erst in diesem Der Artikel hält noch viel mehr bereit. |