![]() |
United States of America - Druckversion +- Forum-Sicherheitspolitik (https://www.forum-sicherheitspolitik.org) +-- Forum: Blickpunkt Europa und der Westen (https://www.forum-sicherheitspolitik.org/forumdisplay.php?fid=89) +--- Forum: Sicherheitspolitik und Wirtschaft (https://www.forum-sicherheitspolitik.org/forumdisplay.php?fid=93) +--- Thema: United States of America (/showthread.php?tid=1897) Seiten:
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
83
84
85
86
87
88
89
90
91
92
93
94
95
96
97
98
99
100
101
102
103
104
105
106
107
108
109
110
111
112
113
114
115
116
117
118
119
120
121
122
123
124
125
126
127
128
129
130
131
132
133
134
135
136
137
138
139
140
141
142
143
144
145
146
147
148
149
150
151
152
153
154
155
156
157
158
159
160
161
162
163
164
165
166
167
168
169
170
171
172
173
174
175
176
177
178
179
180
181
182
183
184
185
186
187
188
189
190
191
192
193
194
195
196
197
198
199
200
201
202
203
204
205
206
207
208
209
210
211
212
213
214
215
216
217
218
219
220
221
222
223
224
225
226
227
228
229
230
231
|
RE: United States of America - Quintus Fabius - 13.02.2025 Anstatt zu modernisieren hat man sich nicht weiterentwickelt da man auch so Gewinne einfahren konnte. Exakt das ist eines der wesentlichsten und grundsätzlichsten Probleme in den USA. Abgesehen von bestimmten Bereichen (IT) hinken die USA technologisch immer mehr hinterher, sie sind eben nicht mehr führend, Bildung, Infrastruktur wie auch technologisches Niveau reichen in vielen Aspekten nicht mehr aus um wirklich konkurrenzkräftig zu sein. Daraus folgt: Diese Firmen werden sich nun anpassen müssen. Wenn sie es denn können ! Denn dafür müssen die Umstände passen und bedarf es entsprechender Mittel, Innovationsfähigkeit, Bildung usw. Das heißt, Trump wird den von dir hier benannten Mechanismus nicht in Gang setzen können, wenn seine Regierung die dafür notwendigen Umstände nicht herstellt und dies geht nicht durch Abschottung, Zölle usw. sondern dafür müsste investiert werden. Nun hast du ja mehrfach geschrieben, dass das Streichen von USAID, DEI usw. hier Geldmittel freisetzt. Richtig, tut es, aber nicht ansatzweise genug. Wir sprechen hier von Finanzierungslücken die ein vielfaches dessen betragen was auf diese Weise generierbar ist. Wäre es aber dennoch möglich ?! Meiner Meinung nach theoretisch ja, wenn man die Heiligste Kuh der USA, die Rüstungsausgaben dafür heranziehen würde. Im US Militär wären gigantische Summen einsparbar. Würde Trump (rein theoretisch) dies tun, und das Geld entsprechend für die besagten notwendigen Umstände aufwenden, könnte er tatsächlich insgesamt eine wirtschaftliche Aufwärtsspirale erzeugen und schlussendlich trotz massiver Verringerung der irregulären Migranten im Land sowohl in den USA selbst als auch im Ausland US Produkte konkurrenzfähig machen - oder als mindestes die Stagflation vermeiden bei gleichzeitiger Ausweisung eines Gros der irregulären Migranten. Wie gesagt: dafür braucht man immense Investitionen in die Zivilgesellschaft und die Wirtschaft - und diese können aufgrund der notwendigen Höhe nur dann getätigt werden, wenn die USA ihre Militärausgaben kürzen würden. Der Wehretat lag beispielsweise im Jahr 2015 bei offiziell 633 Milliarden Dollar. Jetzt unter Trump wird er 1 Billionen Dollar übersteigen und auch schon unter Biden wurde er gleich in dessen ersten Jahr auf 916 Milliarden Dollar erhöht. Da sprechen wir also nicht von Beträgen wie für USAID, sondern von einem vielfachen diesesr Beträge, die hier anderweitig verwendet werden könnten. Das heißt umgekehrt nicht, dass man nicht auch sonst überall andere Programme, beispielsweise USAID kritisch hinterfragen und durchaus ebenfalls kürzen sollte. Auch Kleinvieh macht Mist ! Und jeder Dollar der hier in die richtige Richtung umgeschichtet werden kann ist es wert und zahlt sich langfristig aus. Aber das Kleinvieh das Trump da jetzt angeht reicht nicht. Man könnte im US Wehretat aktuell das 10-Fache dessen einsparen was USAID kostet. Aber seien wir mal konservativ und man würde "nur" 100 Milliarden pro Jahr dort einsparen. Dann kommt man in den 4 Jahren Amtszeit erneut auf 400 Milliarden Dollar die man entsprechend in Bildung, Technologie, Verkehrsinfrastruktur, Energieinfrastruktur usw. stecken kann. Was ebenfalls erneut das 10-fache wäre. Theoretisch also könnte Trump durchaus eine wirtschaftliche Aufwärtsspirale erzeugen. Real praktisch aber glaube ich nicht daran, dass er dies tun wird (oder real tun kann). Denn dafür reichen die kosmetischen Maßnahmen welche er aktuell vornimmt, diese bloße Symbolpolitik (!), dieses bloße politische Spektakel zur Befriedigung seiner Wähler nicht ansatzweise aus. RE: United States of America - Quintus Fabius - 13.02.2025 Wie die USA innenpolitisch immer mehr erodieren: https://www.youtube.com/watch?v=mYbbov5Oajg Zitat:Neue Videos zeigen, welches Ausmaß die Polarisierung in den Vereinigten Staaten angenommen hat: Eine Neonazi-Gruppe marschiert mit Hakenkreuzen – als Reaktion bewaffnen sich die afroamerikanischen Anwohner. RE: United States of America - Diogenes - 13.02.2025 https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-tulsi-gabbard-ap-reporter-100.html Die neue Geheimdienstdirektorin: “This war and suffering could have easily been avoided if Biden Admin/Nato had simply acknowledged Russia’s legitimate security concerns,” “These labs need to be shut down immediately, and the pathogens that they hold need to be destroyed,” (sie bezieht sich auf die nicht existierenden Biowaffen Labore) “If it wasn’t for Snowden, the American people would never have learned the NSA was collecting phone records and spying on Americans. As president, I will protect whistle-blowers who expose threats to our freedom and liberty,” (über den Verräter Edward Snowden) “The American people elected Donald Trump as their president not once but twice, yet the FBI and intelligence agencies were politicized by his opponents to undermine his presidency and falsely portray him as a puppet of Putin,” https://www.independent.co.uk/news/world/americas/us-politics/tulsi-gabbard-russian-connection-dni-trump-syria-b2692244.html https://apnews.com/article/gabbard-trump-intelligence-director-russia-ukraine-syria-20b7a404704efe88aa56a06ce1894f9a RE: United States of America - lime - 13.02.2025 (13.02.2025, 13:43)Diogenes schrieb: https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-tulsi-gabbard-ap-reporter-100.html Für mich ist diese Frau ein klarer Lichtblick dass es so nicht weiter gehen kann. Die US-Geheimdienste haben mit einigen Aktionen ihre Kompetenzen klar überschritten. Zum "Verräter" Snowden... Meines Erachtens ist er kein Verräter, denn er hat schlicht erkannt dass da was enorm aus dem Ruder gelaufen ist. Zitat:Motivation https://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Snowden#Motivation RE: United States of America - Nightwatch - 13.02.2025 (13.02.2025, 19:08)lime schrieb: Meines Erachtens ist er kein Verräter, denn er hat schlicht erkannt dass da was enorm aus dem Ruder gelaufen ist.Das eine schließt das andere ja nicht aus. Snowdens initiale Aktion kann man sicherlich rechtfertigen, persönliche habe ich sie begrüßt und tue das noch immer. Gleichzeitig list es möglich, dass er danach zum Verräter geworden ist, indem er, wie zumindest im Raum stehend, entwendete Informationen im russischen Exil an die russischen Dienste weitergereicht hat. Gabbards positive Äußerungen über Snowden beziehen sich auf sein initales Verhalten, nicht auf mögliche Geschehnisse im Exil. Das ist so auch während ihrer Anhörung deutlich geworden. Unabhängig davon ist Gabbard für den Job nicht qualifiziert und viels zu gutgläubig gegenüber Meinungen die konträr zur Establishment-Linie. RE: United States of America - Diogenes - 14.02.2025 [quote="lime" pid='254484' dateline='1739466536'] Für mich ist diese Frau ein klarer Lichtblick dass es so nicht weiter gehen kann. Die US-Geheimdienste haben mit einigen Aktionen ihre Kompetenzen klar überschritten. Ja haben sie. Der entscheidene Punkt ist jedoch: all die Verfehlungen wurde durch Untersuchungsausschüsse aufgeklärt. Es gab Prozesse und Verurteilungen. Die Verantwortlichen verloren ihren Job. Die DEMOKRATIE hat funktioniert. https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_CIA_controversies Zum "Verräter" Snowden... Meines Erachtens ist er kein Verräter, denn er hat schlicht erkannt dass da was enorm aus dem Ruder gelaufen ist. Nichts ist aus dem Ruder gelaufen. Liberale, aufgeklärte, westliche Demokratien nach angelsächsischem Vorbild sind das erfolgreichste politische Konzept der Geschichte. Noch nie gab es eine Nation die okönomisch, militärisch und kulturell so dominant war wie die USA. Auch die Hardcore Amerika Hasser schauen Netflix und hören Beyonce. Es ist völlig absurd wie der "Westen" einfach Suizid begeht. Es ist rational nicht zu erklären. RE: United States of America - lime - 14.02.2025 (14.02.2025, 08:17)Diogenes schrieb: Nichts ist aus dem Ruder gelaufen. Liberale, aufgeklärte, westliche Demokratien nach angelsächsischem Vorbild sind das erfolgreichste politische Konzept der Geschichte. Noch nie gab es eine Nation die okönomisch, militärisch und kulturell so dominant war wie die USA. Ja die westlichen Demokratien sind das bisher erfolgreichste Konzept und gerade deswegen darf dieses System nicht zulassen dass die eigenen Geheimdienste "aus dem Ruder laufen". Und genau das ist der springende Punkt, da muss dringendst mal genauer hingeschaut werden. Und dafür braucht es solche Frauen, die unabhängig von den internen Seilschaften sind. RE: United States of America - Helios - 14.02.2025 Die persönlichen Angriffe wurden von mir entfernt, hier wird entweder sachlich oder gar nicht diskutiert! RE: United States of America - Diogenes - 14.02.2025 Ok. ich verstehe. es ist alles so traurig. RE: United States of America - Nightwatch - 14.02.2025 (14.02.2025, 08:17)Diogenes schrieb: Nichts ist aus dem Ruder gelaufen. Liberale, aufgeklärte, westliche Demokratien nach angelsächsischem Vorbild sind das erfolgreichste politische Konzept der Geschichte. Noch nie gab es eine Nation die okönomisch, militärisch und kulturell so dominant war wie die USA. Irgendwie kein Argument dagegen, dass die Überwachungsmaßnahmen der Dienste ausgeufert sind und Snowden diese zurecht an die Öffentlichkeit gebracht hat. „Es ist völlig absurd wie der "Westen" einfach Suizid begeht. Es ist rational nicht zu erklären.“ Der Westen begeht keinen "Suizid" und das was wir sehen lässt sich durchaus rational erklären. Gerade zerfällt die regel- und wertebasierte Nachkriegsordnung. Die USA emanzipieren vom Pax Americana und treten in eine isolationistischere Phase ein. Die Folge wird ein Erstarken des Imperiums (in welcher Ausbildung ist dabei gleichgültig) auf kosten der Liberalen Demokratien sein. Liberale Demokratien konnten überhaupt nur in der historischen Anomalie der Blockbildung und damit einhergehenden späteren Dominanz der USA als Ordnungsmacht gedeihen und werden sich unter den sich verändernden Geopolitischen Rahmenbedingungen als wenig resilient und wahrscheinlich weitgehend anpassungsunfähig erweisen. Ursächlich für diese Entwicklungen ist dabei nicht die Wiederwahl der leibhaftigen Orange. Das ist nur ein Symptom e Veränderungen wären ohnehin eingetreten, allenfalls etwas verzögert und mit weniger schrillen Begleiterscheinungen. Ausschlaggebend sind vielmehr natürliche Entwicklungszyklen, die die Vereinigten Staaten als einzigartige Großmacht durchlaufen. Normalerweise verlaufen diese Prozesse schrittweise, doch aktuell kulminieren mindestens drei große Krisen gleichzeitig und sorgen für epochale Umwälzungen. Eine dieser zentralen Entwicklungen ist eine Krise der politisch-institutionellen Strukturen der USA. Sie äußert sich in wachsendem Misstrauen gegenüber Regierung, Justiz und Verwaltung, in zunehmender politischer Polarisierung sowie in einer abnehmenden Fähigkeit zur effektiven Entscheidungsfindung in Politik und Behörden. Bürokratische Strukturen aus dem 20. Jahrhundert wirken bzw. sind tatsächlich völlig veraltet und ineffizient und können gesellschaftliche Herausforderungen und technologische Umbrüche nicht mehr ausreichend adressieren. Das System ist dysfunktional und wird durch eine neue Ordnung – ob implizit oder explizit – abgelöst werden. Wahrscheinlich führt dies zu einer stärkeren Machtkonzentration in der Exekutive und zum weiteren Ausbau der „Imperial Presidency“. Diese Entwicklung steht konträr zu unseren etablierten Vorstellungen von regelbasierter, liberaler Konsensdemokratie, ist aber unaufhaltsam. Das gilt übrigens auch für Europa – mit dem Unterschied, dass die europäischen Staaten an noch größeren strukturellen und demografischen Problemen scheitern dürften. Noch einschneidender als die institutionelle Krise ist die wirtschaftliche und sozioökonomische Transformation der USA. Es geht dabei nicht nur um die viel beklagte wirtschaftliche Ungleichheit oder laufende (Globalisierung) bzw. anstehende (Automatisierung, künstliche Intelligenz) Disruptionen. Vielmehr stehen die sozialen Sicherungssysteme angesichts des hohen Schuldenstands, des ausufernden Staatsdefizits und der politischen Reformunfähigkeit vor einem schier unvermeidlichen Kollaps – vermutlich binnen der nächsten zehn Jahre. Die große Party neigt sich dem Ende zu, die letzte Platte läuft – und egal, wie sehr man sich an die bestehende Ordnung klammern mag, lässt sich ihr Zusammenbruch kaum länger hinauszögern. Die kommenden sozioökonomischen Umwälzungen werden gewaltig sein und zu einem neuen wirtschaftlichen Modell führen müssen. Möglicherweise wird es stärkere staatliche Eingriffe geben, mit Sicherheit aber neue Finanzströme und veränderte Definitionen von Arbeit und sozialer Absicherung. Diese Prozesse werden derart tiefgreifend sein, dass sie in den kommenden Jahrzehnten den größten Teil der Aufmerksamkeit von Staat, Politik und Gesellschaft binden werden. In der Folge wird sich das Land nach innen wenden. Hinzu kommt das Ende eines außenpolitischen Zyklus. Dieser speißt sich aus und verstärkt die beiden anderen skizzierten aktuellen Krisen. Das amerikanische Imperium in seiner aktuellen Ausprägung hat sich überlebt und überdehnt. Weite Teile der US-Bevölkerung sehen es – oft zu Recht – nicht mehr als Vorteil, sondern als Belastung. Die ausufernde Globalisierung und gescheiterte außenpolitische Abenteuer der letzten 25 Jahre verstärken diese Haltung. Parallel dazu hat sich mit China ein (bald nicht mehr nur „near“) Peer-Rivale entwickelt /herangezüchtet, dem die USA militärisch – zumindest in seinem regionalen Einflussbereich – mittelfristig nicht mehr gewachsen sein werden. In Kombination mit den internen Krisen sowie der zunehmenden energiepolitischen Unabhängigkeit der USA wächst die Einsicht, dass eine globale Ordnungsmachtrolle schlicht nicht notwendig ist. Die USA wurden durch zwei Weltkriege in diese Position gedrängt, können aber in ihrer Hemisphäre auch ohne die alte Welt auskommen. Was wir beobachten, ist insofern keine Anomalie, sondern eine Rückkehr zur isolationistischen Grundhaltung des 19. Jahrhunderts – möglicherweise sogar zu einem neuen Gilded Age. Wenn überhaupt waren so gesehen die letzten 80 Jahre eine Anomalie, bzw. eine nun endende Phase. Dieser Prozess der geopolitischen Abnabelung wird zusätzlich durch eine zunehmende kulturelle und weltanschauliche Entfremdung von Europa verstärkt. Das mag angesichts der kulturellen Dominanz der USA paradox erscheinen, ändert aber nichts an der Tatsache, dass sich beide Kontinente auf völlig unterschiedliche Entwicklungspfade begeben haben. Grob skizziert: Die USA werden zunehmend lateinamerikanischer geprägt, bleiben zugleich aber christlich, freiheitsorientiert und technologisch fortschrittlich. Europa hingegen altert, wird vor allem durch Migration aus der islamischen Welt… geprägt, agiert zunehmend autoritär gegenüber der eigenen Bevölkerung und verliert sich in einer Regulierungswut. Diese weltanschaulichen Dissonanzen werden in den kommenden Jahren unter Trump deutlicher hervortreten, sind aber doch nur Teil eines längerfristigen, unvermeidbaren Prozesses. Entsprechend wird der emotionale Abschied der USA von Europa umso leichter fallen. Ein letzter, oft übersehener Aspekt ist der bevorstehende bzw. laufende Generationenwechsel in der US-Politik. Die Generationen, die durch den Zweiten Weltkrieg und den frühen Kalten Krieg geprägt wurden, gehen allmählich den Weg allen Irdischen. Mit ihnen verschwinden auch ihre Erfahrungen, Überzeugungen und Ordnungsstrukturen. Normalerweise wäre dies ein schrittweiser Prozess, doch diese Generation zeichnete sich besonders dadurch aus, sich an politische und institutionelle Macht zu klammern. Ein Blick auf das Alter der führenden Politiker im US-Kongress spricht Bände. Das lange Verweilen dieser Generation führte zur Zementierung politischer Ordnungen, die sich längst hätten weiterentwickeln müssen. Nun, mit ihrem unvermeidlichen Abgang, kommt es zu abrupteren, radikalen Umbrüchen. Nichts wärt ewig, traurig vielleicht, aber auch unendlich spannend. RE: United States of America - Diogenes - 14.02.2025 (14.02.2025, 11:07)Nightwatch schrieb: Der Westen begeht keinen "Suizid" und das was wir sehen lässt sich durchaus rational erklären. Unser System funktioniert verdammt gut. Nenn mir ein Besseres. Zitat:"Noch einschneidender als die institutionelle Krise ist die wirtschaftliche und sozioökonomische Transformation der USA. Es geht dabei nicht nur um die viel beklagte wirtschaftliche Ungleichheit oder laufende (Globalisierung) bzw. anstehende (Automatisierung, künstliche Intelligenz) Disruptionen. Vielmehr stehen die sozialen Sicherungssysteme angesichts des hohen Schuldenstands, des ausufernden Staatsdefizits und der politischen Reformunfähigkeit vor einem schier unvermeidlichen Kollaps – vermutlich binnen der nächsten zehn Jahre." Nichts ist unvermeidlich. Die Institutionen der USA und auch der EU funktionieren verdammt gut. Seit 80 Jahren. Wir reformieren uns ständig. Marshall Plan, New Deal, Agenda 2010. Was ist denn an unserem Systrem so schlecht und böse? Und was ist denn die Alternative? Zitat:"Die große Party neigt sich dem Ende zu, die letzte Platte läuft – und egal, wie sehr man sich an die" Die USA stehen so gut da wie keine andere Nation. Bidens Regierung war objektiv FUCKING AWESOME. Er hat die Arbeitslosigkeit gesenkt, die Inflation reduziert, die Armutsquote reduziert. https://www.americanprogress.org/article/the-biden-administration-handed-over-a-strong-economy/ Als versiffter Zivi war er für meinem Geschmack nicht links genug: Kostenlose Gesundheitsversorgung und einen 15 Dollar Mindeslohn hätte ich mir gewünscht. Zitat:"Die kommenden sozioökonomischen Umwälzungen werden gewaltig sein und zu einem neuen wirtschaftlichen Modell führen müssen. Möglicherweise wird es stärkere staatliche Eingriffe geben, mit Sicherheit aber neue Finanzströme und veränderte Definitionen von Arbeit und sozialer Absicherung. Diese Prozesse werden derart tiefgreifend sein, dass sie in den kommenden Jahrzehnten den größten Teil der Aufmerksamkeit von Staat, Politik und Gesellschaft binden werden. In der Folge wird sich das Land nach innen wenden." Zum Glück haben die USA nun ein Genie im weißen Haus sitzen. "Look, having nuclear—my uncle was a great professor and scientist and engineer, Dr. John Trump at MIT; good genes, very good genes, OK, very smart, the Wharton School of Finance, very good, very smart—you know, if you’re a conservative Republican, if I were a liberal, if, like, OK, if I ran as a liberal Democrat, they would say I'm one of the smartest people anywhere in the world—it’s true" ..auf den Rest geh ich später ein RE: United States of America - Nightwatch - 14.02.2025 Die SU hat vor fast vierzig Jahren verloren. Und das weniger weil wir so toll waren sondern weil es halt kein wirklich Kommunismus gewesen ist / Kommunismus nicht funktioniert. Springender Punkt aber, in unserer Schnelllebigen Zeit hat unsere Gesellschaft heute mit der von vor vierzig Jahren verhältnismäßig wenig gemein. Technisch, kulturuell, politisch und sogar ethnisch. Von der alten Bundesrepublik oder Reagans Amerika exisitiert heute kaum mehr als von der UdSSR noch in Russland überlebt hat. Für die Zukunft hat es daher sehr wenig Relevanz was vorgestern mal gewesen ist. (14.02.2025, 13:20)Diogenes schrieb: Unser System funktioniert verdammt gut. Nenn mir ein Besseres.Unser System funktioniert in sehr vielen Bereich alles andere als gut und steuert ohne die skizzierten anstehenden Veränderungen auf den Kollaps zu. Wenigstens für das System der Vereinigten Staaten lässt sich jedoch mindestens spekulieren, dass sie dort zu einer Neuerfindung in der Lage sein werden. Wir hier in Europa weniger, aber das ist nicht Thema dieses Threads. Ob es ein besseres System gibt hängt davon ab wie du ein besseres System definieren möchtest. Autoritätrere Systeme sind liberalen Demokratien in vielen Belangen überlegen. Sie nach meinem persönlichen Dafürhalten deswegen noch lange nicht zu bevorzugen, aber ich denke doch, dass wir uns zu eine Entwicklung hin zu einen imperialeren Machtverständnis der Exekutive bishin zu peseudeomonarchistischen Strukturen sehen werden. (14.02.2025, 13:20)Diogenes schrieb: Nichts ist unvermeidlich. Die Institutionen der USA und auch der EU funktionieren verdammt gut. Seit 80 Jahren. Wir reformieren uns ständig. Marshall Plan, New Deal, Agenda 2010.Sie funktionieren eben nicht verdammt gut. Dieseits des Altantiks können unsere überalterten Gesellschaften können unsere sozialen Sicherungssysteme nicht mehr stemmen. Drüben haben sie das gleiche Problem mit anderen Ursachen. Wie lange das Ganze gut gegangen ist ist völlig nebensächlich bei der Betrachtung der Tatsache, dass das System jetzt nicht mehr gut genug funktioniert und sich zwangsläufig korrigieren wird. Genauso ist nebensächlich ob du diesen Entwicklungen bzw. die anstehenden Distrubitionen für schlecht ud böse hältst oder keine Alternive siehst / sehen willst. (14.02.2025, 13:20)Diogenes schrieb: WTF? die USA stehen so gut da wie keine andere Nation. Bidens Regierung war objektiv FUCKING AWESOME.Biden hat die Wirtschaft pump finanziert. Unter Trump ist die Verschuldung des Bundes von 20 auf 28 Billionen US-$ gestiegen, der Anstieg war im wesentlich Coronabedingt, ohne wäre man unter 25 geblieben. Biden hat dann die Schleußentore geöffnet und die Schulden von 28 Billionen auf 36 Billionen erhöht, der Löwenanteil btw erst ab Mitte 2023. Sprich, Trump und Biden sind für geschmeidigte 44% (!!) der US Gesamtverschuldung verantwortlich. In 8 Jahren. Die Zinslast hat sich unter Biden dabei von gut 500 Milliarden US-$ auf fast 1 Billionen US-$ effektiv verdoppelt. Schlicht weil die Zinsen für US-Staatsanleihen steigen und der Markt jenseits von FED Eingriffen die Wand am Ende des Tunnels erahnt. Aber klar, just spent more und denke nicht an morgen. Die Realität hat noch jeden eingeholt. RE: United States of America - Quintus Fabius - 14.02.2025 Diogenes: KEINE persönlichen Angriffe. Bitte formulier sachlicher und rein auf die Sache hin. Zum zitieren: Schreib einfach händisch: [quote.] und dann dem folgend [/quote.] Jeweils ohne diesen roten Punkt und setze dann einfach per kopieren und einfügen den Text dazwischen den du zitieren willst. Dann wird er entsprechend als Zitat angezeigt. RE: United States of America - Zardo - 14.02.2025 The US in the World - JD Vance spricht auf der Münchner Sicherheitskonferenz [Video: https://www.youtube.com/I04xKjrxT6M] War ja mehr ein EU-Bashing in Bezug auf Meinungsfreiheit als die (neue?) Position der USA in der Welt zu definieren- Thema verfehlt ![]() RE: United States of America - Nightwatch - 14.02.2025 (14.02.2025, 17:05)Zardo schrieb: War ja mehr ein EU-Bashing in Bezug auf Meinungsfreiheit als die (neue?) Position der USA in der Welt zu definieren- Thema verfehltJa. Inhatlich aber vollkommen korrekt und gut das es gesagt wurde. Und hevorragendes Auftreten, wenn er so weiter macht und die entsprechenden Gelegenheiten auch bekommt wird ihm die nächste Kandidatur nicht zu nehmen sein. |