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(Zweiter Weltkrieg) Der Fall der Festung Singapur - Druckversion

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- Jan-Hendrik - 30.05.2004

Am 15.Februar 1942 kapitulierte die größte britische Seefestung vor einer zahlenmäßig deutlich unterlegenen japanischen Armee ! 64000 Mann gingen in Gefangenschaft . Laut Churchill die größte Katastrophe der brit. Militärgeschichte . Und warum ? Weil niemand je auf den Gedanken kam , das man Singapur auch über die Landseite angreifen könnte , also von Malaya aus ! Eure Ergänzungen & Kommentare ?


Jan-Hendrik


- pharao - 30.05.2004

Also das sie das nicht erkannt haben,dass die Festung nur vom Norden ángreifbar ist stimmt nicht die haben damit schon 1937 gerechnet und dementsprechend Ausweichtaktiken entworfen

Diese Ziele waren erstmal Landungsmanöver in Nordmalaya zu unterbinden und die Flugplätze in Singora und Patani nicht auszugeben.
Jedoch rechnete man in England fest damit das die Japaner keinen Schritt in Richtung Malaya tun würden.

Da man jedoch versuchte Nordmalaya zu halten und nicht die Strände zu sichern und auch nicht bereit war sich auf die Verteidigung Johores zu konzentrieren wurden die Englischen Kräfte zu stark gestreut
Ausse´rdem hatten die Engländer keine Gegenreaktion gegen die Einkesselungstaktik der Japaner

Und es wurden 130000 Soldaten gefangengenommen und die Japaner hatten nur ca 3000 Verluste

Befehlshaber der Briten war Percival und Yamashita der der Japaner


- Rob - 31.05.2004

Zitat:Am 15.Februar 1942 kapitulierte die größte britische Seefestung vor einer zahlenmäßig deutlich unterlegenen japanischen Armee ! 64000 Mann gingen in Gefangenschaft . Laut Churchill die größte Katastrophe der brit. Militärgeschichte . Und warum ? Weil niemand je auf den Gedanken kam , das man Singapur auch über die Landseite angreifen könnte , also von Malaya aus ! Eure Ergänzungen & Kommentare ?
Man konzentrierte sich auf die Verteidigung Johores, man rechnete nicht damit, dass die Japaner die Britischen Kräfte dort schlagen würden.

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Zusätzlich sollte man nicht vergessen was die Gefangenschaft bedeutete, viele mussten im heutigen Thailand eine Eisenbahn bauen.


- Wolf - 26.11.2004

Hm, vielleicht kommt mal jemand auf die Idee zu erwähnen, daß die Verteidigungspläne von Singapur den Japanern in die Hände vielen? Nein?

Ich glaube, es war der deutsche Hilfkreuzer "HSK 2" Atlantis, der den britischen Frachter Automedon (7528 BRT) aufbrachte und in dessen Funkraum 15, zur Versenkung präparierte, Säcke mit Geheimdokumenten, u.a. die Vetreidigungspläne für Singapur und Pläne für die britische Verteidigung Asiens, sicherstellte [to c.in.c. far-east...] (11.11.1940).
Sämtliche Offiziere der Automedon, die bei der Alarmmeldung auf die Brücke gestürtzt waren, wohl um die Dokumente über Bord zu werfen, waren von einer Atlantis-Granate, die auf die Funkstation zielte, durch Zufall getötet worden.
Die Dokumente und eine Tankerladung Flugbenzin Ole Jacob wurden bei den (zu diesem Zeitpunkt noch neutralen) Japanern gegen eine Tankerladung Dieselbenzin getauscht. Der Kapitän der Atlantis, K.z.S. Rogge, wurde nach Japans Beitritt zum Drei-Mächte-Pakt, von den Japanern ausgezeichnet.