Bundeswehr 2020: Wunschkonzert
ich sehe hier keine enorme Ausweitung... nur eine sinnvolle diversifikation!
bei den Helis sind die einzigen zusätzlichen Modelle die extra EC645T2...
wobei ja auch noch andere Hubschraubermuster bei der BW im Einsatz sind...und diese ja auch abgelöst werden müssen... diese höhere Anzahl hält sich doch sehr in Grenzen. Bei NH90, Tigern, Marinehelis und schweren Helis ändert sich relativ wenig am Bestand/an der Planung, bzw. dieser wird sogar reduziert.

bei den Frachtfliegern ist das genauso... du schreibst ja selbst dass der Klarstand einen maximalen Parallelbetrieb von 30 x A400M zulässt... diese müssen aber auch für andere Aufgaben und Einsätze bereitstehen... und nicht nur für einen Großen! Außerdem müssen Flieger für Ausbildung zur Verfügung stehen.
Die "zusätzlichen" 24 x C295 halte ich für sinnvoll, da diese das Spektrum der A400M nach unten ergänzen. Diese reichen für viele Einsätze aus und die Betriebsstunde kostet ca 10% von dem was bei einem A400M anfällt. Für kleinere Einsätze in Afrika, oder vom taktischen Transport von Personal z.B. in Afghanistan sind diese besser geeignet als die A400M. Für den Afghanistan Einsatz kann man z.B. 6 x C295 im Norden für den Transport von Personal einsetzen... für den Weg von Deutschland kann man 2 x A330 einsetzen (Personaltransport). Man benötigt eine gewisse Menge um durchhaltefähig zu seiin.
Außerdem werden diese Muster keine Kinderkrankheiten haben die beim A400M noch kommen können. Der A400M ist hier außerdem eher für den Fahrzeug und Materialtransport vorgesehen!
Das lässt du hier bisher völlig außer acht... außerdem soll ja SALIS auch nicht ewig bestehen...und die nehmen momentan einiges an Transportaufgaben ab...
Die vorhandenen A310 MRTT müssen meiner Meinung nach auch in den nächsten 10 Jahren abgelöst werden... da alt und wenig Leistungsfähig.

Generell ist es so dass bei einem technischen Klarstand von 75% auch noch ein Teil für Ausbildung o.ä. vorgehalten werden muss.... letztendlich wird es so sein dass ich maximal immer nur 50% meiner Fluggeräte (Helis und Flugzeuge) effektiv einsetzen kann...
außerdem benötige ich auch nur für langanhaltende intensive Operationen einen Ersatz im Hintergrund.
Die Flieger müssen nach einem Einsatz nämlich auch wieder gewartet werden und stehen nicht direkt wieder zur Verfügung.

Wenn das nicht drin sein sollte... dann muss die Bundeswehr sich generell von vielen Ansprüchen verabschieden und
Zusagen an die Nato zurücknehmen,
oder nur einen großen ODER 2 kleine Einsätze parallel stemmen.
Mehr geht dann nicht. Oder darauf verzichten selbst Staatsbürger im Ausland schützen zu können!! das wäre dann aber ein Armutszeugnis für Deutschland.

Ich gebe dir Recht dass in einem Weißbuch erstmal festgehalten werden sollte was die BW leisten können sollte.... und das auch regelmäßig!

Deutschland muss sich klar werden was man will.
Will man in der Weltpolitik mitreden?
Will man Mitglied in der Nato sein?
Will man seine Bürger im In und Ausland beschützen können?
Anhand dieser Entscheidungen leiten sich die Anforderungen an eine Armee ab.

Man könnte Alternativ auch eine reine Söldnertruppe, eine Art special forces mit Unterstützungseinheiten in der Größe von 50.000 Mann aufstellen... Das wäre evtl für ein paar Mrd € weniger zu haben.
oder
Man geht zurück zur allgemeinen Wehrpflicht und beschränkt sich auf die Landes (nicht Bündnis) Verteidigung.... des weiteren Verzichtet man darauf die Nato bei sonstigen Einsätzen zu unterstützen... man wird also eine Art zweite Schweiz! die hätte evtl den Austritt aus der NATO zur Folge
oder
man bezahlt durch einen gewissen finanziellen Beitrag zur NATO die anderen Bündnispartner dass diese die Verteidigung von Deutschland übernehmen...

Deutschland hat vorgeschriebene Anforderungen die es in der NATO erfüllen muss... was zur Folge hat dass dafür gewisses Gerät und Personal einsatzbereit sein muss. Außerdem muss die BW zur Landesverteidung befähigt sein (nach Grundgesetz). Das sind aber Grundsatzdiskussion die in einen anderen Strang gehören...

ich wollte mit edm Beitrag oben nur verdeutlichen dass man es ohne große Mehrkosten (wirreden hier von 5-6 Mrd€ auf die nächsten 10 Jahre) sehr viel besser bei dem fliegenden Gerät machen könnte als bisher.


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Ausrichtung Deutsche Marine - von 26er - 26.06.2020, 09:13
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