12.03.2025, 08:47
Für wie realistisch haltet ihr diese Befürchtung? Könnte ein Waffenstillstand oder evtl. Frieden in der Ukraine so viele russische Truppen frei machen, dass es möglich wäre einen begrenzten Angriff auf die Nato bzw. EU durchzuführen, um den Beistandsartikel herauszufordern?
"Nach Einschätzung von BND-Chef Bruno Kahl will Russland die Einheit des Westens auf die Probe stellen - insbesondere mit Blick auf den Nato-Beistandsartikel. In Russland gebe es Überlegungen, den Artikel 5 zu testen in seiner Zuverlässigkeit, sagte der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND) der Deutschen Welle. "Wir hoffen sehr, dass das nicht stimmt und dass wir nicht in die Verlegenheit kommen, dass es getestet wird, aber dass es Russland will, uns testen, die Einheit des Westens auf die Probe zu stellen, davon müssen wir ausgehen", sagte er...
Wann Russland den Beistandsartikel austesten könnte, hängt nach Kahls Worten auch vom Verlauf des Ukraine-Krieges ab. Wenn dieser früher zum Stillstand komme als 2029 oder 2030, sei Russland auch früher in der Lage, mit seinen technischen, materiellen und personellen Mitteln eine Drohkulisse gegen Europa aufzubauen...."
https://www.n-tv.de/politik/BND-Chef-Kre...15616.html
Vor allem im Baltikum wächst die Sorge vor dem Zapad-Manöver im Herbst. Sönke Neitzel sprach sogar davor, dass die der letzte Sommer im Frieden in Europa sein könnte:
"Ihre Besorgnis hat einen ganz konkreten Grund: Es geht um ein geplantes Militärmanöver in Belarus, das ihrer Ansicht nach die geopolitische Lage weiter verschärfen könnte.
Was ist das „Sapad“-Manöver?
Das „Sapad“-Manöver, was auf Deutsch „Westen“ bedeutet, ist eine bedeutende militärische Großübung, die alle zwei Jahre von Russland und seinem Vasallen Belarus gemeinsam durchgeführt wird.
Im Jahr 2021, kurz vor der russischen Invasion in die Ukraine, hatte es mehrere ähnliche Militärübungen gegeben. Damals wurden Truppen an der Grenze zur Ukraine zusammengezogen, was zunächst wie ein normales Manöver aussah.
Doch die Situation eskalierte dramatisch. Die Soldaten kehrten nicht wie geplant in ihre Heimatkasernen zurück – stattdessen begann die Invasion der Ukraine. „Am Ende standen 130.000 russische Soldaten an der ukrainischen Grenze“, so Adler. .."
https://www.focus.de/politik/echte-krieg...aafcf.html
Sönke Neitzel:
"..„Vielleicht ist dieser Sommer der letzte Sommer, den wir noch im Frieden erleben“, äußerte beispielsweise Deutschlands profiliertester Militärhistoriker Sönke Neitzel von der Uni Potsdam. Ihm zufolge würden Litauische Beobachter befürchten, für die Russen bedeutete das Manöver die Blaupause für eine Offensive auf das Baltikum. Und auch Sabine Adler warnte in der Talkshow von Caren Miosga vor einer „echten Kriegsgefahr“ für die Europäische Union und die Nato – nach Einschätzung des Deutschlandfunks sei Adler eine der renommiertesten journalistischen Kenner Osteuropas..."
https://www.fr.de/politik/putin-herbstma...19230.html
"Nach Einschätzung von BND-Chef Bruno Kahl will Russland die Einheit des Westens auf die Probe stellen - insbesondere mit Blick auf den Nato-Beistandsartikel. In Russland gebe es Überlegungen, den Artikel 5 zu testen in seiner Zuverlässigkeit, sagte der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND) der Deutschen Welle. "Wir hoffen sehr, dass das nicht stimmt und dass wir nicht in die Verlegenheit kommen, dass es getestet wird, aber dass es Russland will, uns testen, die Einheit des Westens auf die Probe zu stellen, davon müssen wir ausgehen", sagte er...
Wann Russland den Beistandsartikel austesten könnte, hängt nach Kahls Worten auch vom Verlauf des Ukraine-Krieges ab. Wenn dieser früher zum Stillstand komme als 2029 oder 2030, sei Russland auch früher in der Lage, mit seinen technischen, materiellen und personellen Mitteln eine Drohkulisse gegen Europa aufzubauen...."
https://www.n-tv.de/politik/BND-Chef-Kre...15616.html
Vor allem im Baltikum wächst die Sorge vor dem Zapad-Manöver im Herbst. Sönke Neitzel sprach sogar davor, dass die der letzte Sommer im Frieden in Europa sein könnte:
"Ihre Besorgnis hat einen ganz konkreten Grund: Es geht um ein geplantes Militärmanöver in Belarus, das ihrer Ansicht nach die geopolitische Lage weiter verschärfen könnte.
Was ist das „Sapad“-Manöver?
Das „Sapad“-Manöver, was auf Deutsch „Westen“ bedeutet, ist eine bedeutende militärische Großübung, die alle zwei Jahre von Russland und seinem Vasallen Belarus gemeinsam durchgeführt wird.
Im Jahr 2021, kurz vor der russischen Invasion in die Ukraine, hatte es mehrere ähnliche Militärübungen gegeben. Damals wurden Truppen an der Grenze zur Ukraine zusammengezogen, was zunächst wie ein normales Manöver aussah.
Doch die Situation eskalierte dramatisch. Die Soldaten kehrten nicht wie geplant in ihre Heimatkasernen zurück – stattdessen begann die Invasion der Ukraine. „Am Ende standen 130.000 russische Soldaten an der ukrainischen Grenze“, so Adler. .."
https://www.focus.de/politik/echte-krieg...aafcf.html
Sönke Neitzel:
"..„Vielleicht ist dieser Sommer der letzte Sommer, den wir noch im Frieden erleben“, äußerte beispielsweise Deutschlands profiliertester Militärhistoriker Sönke Neitzel von der Uni Potsdam. Ihm zufolge würden Litauische Beobachter befürchten, für die Russen bedeutete das Manöver die Blaupause für eine Offensive auf das Baltikum. Und auch Sabine Adler warnte in der Talkshow von Caren Miosga vor einer „echten Kriegsgefahr“ für die Europäische Union und die Nato – nach Einschätzung des Deutschlandfunks sei Adler eine der renommiertesten journalistischen Kenner Osteuropas..."
https://www.fr.de/politik/putin-herbstma...19230.html