31.03.2025, 23:06
wenn sich die USA nicht mehr für Europa interessieren, dann stellt sich die Frage:
Kann Europa militärisch gegen Russland bestehen?
Ich meine - ja.
Die europäischen Streitkräfte verfügen über gute "Hardware" wie Artillerie, Panzer und Kampfflugzeuge. Leider ist davon einiges an Mehrfachstrukturen vorhanden, was ein logistischer Alptraum ist.
Andererseits - die Ukraine zeigt, dass auch ein bunter Mix aus allen möglichen Systemen logistisch bewältigt werden kann.
So, wie die Ukraine jetzt schon russische Angriffe durchkreuzt - insbesondere mit ihren Drohnenschwärmen über dem Gefechtsfeld - so würden russische Angriffe wohl "erst recht" an den zahlenmäßig deutlich höheren Systemen der europäischen NATO-Mitglieder scheitern.
Es fehlen vor allem einige technologische Spitzenprodukte wie ausreichende Satelliten (Aufklärung, Kommunikation ...),
es fehlen abschreckende taktische Atomwaffen (würden GB oder F ihre strategischen Nuklearsprengköpfe einsetzen, wenn Russland versucht, unter Einsatz seiner taktischen Nuklearsprengköpfe über die Grenzen der baltischen Staaten vor zu dringen - und damit die Zerstörung von London oder Paris in Kauf nehmen?) - aber das sind alles "Desiderate", die in absehbarer Zeit sogar auf nationaler Ebene und ggf. mit Finanzierungshilfe aus Brüssel beschafft werden können.
Und ich denke, das ist ein Ansatz:
die Streitkräfte bleiben weiterhin in nationaler Verantwortung - da sind wohl die Egoismen zu hoch. Sobald sich aber zwei oder mehr Staaten für gemeinsame Entwicklungen oder Beschaffungen verabreden, gibt es finanzielle Unterstützung aus der EU.
Von der EU finanzierte Projekte - etwa Satellitensysteme - würden dann auch allen EU-Mitgliedern zur Verfügung stehen.
Und die Förderung von Beschaffungsmaßnahmen (wie Munition als simples Beispiel) wirkt sich um so entlastender aus, je mehr solcher gemeinsamen Systeme hergestellt und übernommen werden - weil durch größere Produktionsmengen auch die Produktionskosten "pro Stück" niedriger werden.
Das dürfte bereits ausreichen, um eine Vereinheitlichung zu erreichen. Zumindest in dem Maße, wie das aufgrund unterschiedlicher Umwelt- und Klimaverhältnisse (schwere Kampfpanzer sind wenig für Schlamm geeignet, winterliche Verhältnisse in Skandinavien fordern andere Ausstattung als in Mitteleuropa ...) möglich ist.
Kann Europa militärisch gegen Russland bestehen?
Ich meine - ja.
Die europäischen Streitkräfte verfügen über gute "Hardware" wie Artillerie, Panzer und Kampfflugzeuge. Leider ist davon einiges an Mehrfachstrukturen vorhanden, was ein logistischer Alptraum ist.
Andererseits - die Ukraine zeigt, dass auch ein bunter Mix aus allen möglichen Systemen logistisch bewältigt werden kann.
So, wie die Ukraine jetzt schon russische Angriffe durchkreuzt - insbesondere mit ihren Drohnenschwärmen über dem Gefechtsfeld - so würden russische Angriffe wohl "erst recht" an den zahlenmäßig deutlich höheren Systemen der europäischen NATO-Mitglieder scheitern.
Es fehlen vor allem einige technologische Spitzenprodukte wie ausreichende Satelliten (Aufklärung, Kommunikation ...),
es fehlen abschreckende taktische Atomwaffen (würden GB oder F ihre strategischen Nuklearsprengköpfe einsetzen, wenn Russland versucht, unter Einsatz seiner taktischen Nuklearsprengköpfe über die Grenzen der baltischen Staaten vor zu dringen - und damit die Zerstörung von London oder Paris in Kauf nehmen?) - aber das sind alles "Desiderate", die in absehbarer Zeit sogar auf nationaler Ebene und ggf. mit Finanzierungshilfe aus Brüssel beschafft werden können.
Und ich denke, das ist ein Ansatz:
die Streitkräfte bleiben weiterhin in nationaler Verantwortung - da sind wohl die Egoismen zu hoch. Sobald sich aber zwei oder mehr Staaten für gemeinsame Entwicklungen oder Beschaffungen verabreden, gibt es finanzielle Unterstützung aus der EU.
Von der EU finanzierte Projekte - etwa Satellitensysteme - würden dann auch allen EU-Mitgliedern zur Verfügung stehen.
Und die Förderung von Beschaffungsmaßnahmen (wie Munition als simples Beispiel) wirkt sich um so entlastender aus, je mehr solcher gemeinsamen Systeme hergestellt und übernommen werden - weil durch größere Produktionsmengen auch die Produktionskosten "pro Stück" niedriger werden.
Das dürfte bereits ausreichen, um eine Vereinheitlichung zu erreichen. Zumindest in dem Maße, wie das aufgrund unterschiedlicher Umwelt- und Klimaverhältnisse (schwere Kampfpanzer sind wenig für Schlamm geeignet, winterliche Verhältnisse in Skandinavien fordern andere Ausstattung als in Mitteleuropa ...) möglich ist.