(Allgemein) Personalgewinnung, Wehrpflicht und der Aufbau von Reserven
(04.03.2025, 23:15)Kos schrieb: Es hilft nichts, wir sollten eine Wehrpflicht haben und gleichzeitig die Mannstärke ohne Wehrpflicht erhöhen. Ohne Wehrpflicht sollten es 220.000 oder gar 240.000 Soldatinnen und Soldaten sein.

Wie Wehrpflicht kann man dann auf 6 - 9 Monate begrenzen. Das sollte für eine ordentliche Grundausbildung reichen. Ich selber hatte wg. des Studiums eine verkürzte Wehrpflicht von 12 Monaten und hab sehr oft dabei Däumchen gedreht. Allerdings hat man uns auch kaum ernsthaft ausgebildet, Funker. Das kann man locker in 6 Monaten durchziehen. Die Ausbildung muss auch nicht perfekt sein, da die Wehrpflichtigen für einen grossen Krieg mit Russland da sind. Am Anfang kämpfen die Zeit- und Berufssoldaten und Reservisten werden eingezogen und nochmals 3 - 6 Monate trainiert.

Um mal wieder aufs Thema zurück zu kommen .... eben gelesen:
>>Wir haben als Verband mal durchgerechnet: Wir haben uns gefragt, wie viele Soldaten bräuchte man, um Deutschland in der Fläche mit modernem Kriegsmaterial zu verteidigen? Wir kamen auf 300.000 bis 350.000 Soldaten. Die Zahl der Reservisten müsste um das Dreifache sein, also rund knapp eine Million. Dann bin ich wieder fast bei den Zahlen im Kalten Krieg, also wir um 1,2 Millionen hatten. Wir brauchen ein Massen-Heer, um in einem möglichen Krieg zu bestehen.<<
https://www.t-online.de/nachrichten/deut...legt-.html

Wird in der Bundeswehr tatsächlich so ein Quatsch gerechnet? Ich dachte wir hätten ein Militärbündnis???
Also es geht ja nicht darum, dass Deutschland sich alleine gegen Russland verteidigen können müsste. Die Frage muss doch sein: Wieviele Soldaten muss die NATO zusammenbringen, um einen Angriff Russlands sicher abzuwehren? Was schlagen wir noch als Sicherheitsfaktor oben drauf, falls das mit dem Bündnisfall nicht so 100% funktioniert? Und welchen Anteil davon sollte fairerweise Deutschland übernehmen?

Antwortversuch .... sagen wir Russland greift mit maximal 1 Mio Mann an. Ein Angreifer braucht eine deutliche Übermacht, sieht man auch an der Ukraine. Wenn das Heer der Ukraine so stark wäre wie das Russlands, hätten die Russen keinen Fuß auf Ukrainisches Territorium bekommen. Von daher reicht 1 Mio Mann zur Verteidigung sicher aus (und wir haben Eurofighter (und Rafale und Gripen), Taurus, und die vorhandenen Mängel müssen halt noch beseitigt werden, ohne Munition nutzt auch ein 10-Mio-Mann-Heer nix). Da aber im Bündnisfall wahrscheinlich nicht alle theoretisch vorhandenen Soldaten (Im Moment beschäftigt die EU 1,5 Mio Soldaten) Richtung Front geschickt werden, und vielleicht noch ein paar für alle Fälle in ihren Heimatländern verbleiben sollten, rechnen wir lieber mit einem Bedarf von 2,5 Mio Mann.
Unser Bevölkerungsanteil an der EU ist knapp 19%, dementsprechend 19% von 2,5 Mio Mann wären 470.000 Soldaten.
Klingt ziemlich viel .... hm, wie rechnet ihr? Und ich weiß, Quintus will die Reservisten nur zur Heimatsicherung heranziehen, aber wenn in der Bundeswehr von einer knappen Million Reservisten geträumt wird, dann sind die sicher nicht nur zur Heimatsicherung gedacht ... also dann vielleicht doch ein Teil des Zielbedarfs von 470.000 durch Reservisten abdecken?

Ich seh gar nicht wo die herkommen sollen .... vielleicht müsste Deutschland, wenn der Russland-Ukraine-Krieg vorbei ist, eine Fremdenlegion aufmachen und mit Ukrainern füllen?
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RE: Wiedereinführung einer Wehrpflicht und Personalgewinnung - von LieberTee - Vor 8 Stunden
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