Vor 6 Stunden
(Vor 10 Stunden)muck schrieb: Manchmal frage ich mich, ob Du solche Antworten aus purem Kontrarianismus schreibst.
Fakt: Sehr lange Zeit war in Deutschland alles verpönt, was irgendwie nach Aufrüstung oder Konfrontation aussah.
Noch ein Fakt: Berlin hat in der Vergangenheit immer die NATO als Ausrede vorgeschoben, um sich bei verteidigungspolitischen Weichenstellungen aus der Schusslinie zu bringen. Nach dem Motto: Nicht wir wollen das, die NATO will es so, wir müssen mitziehen.
Enhanced forward presence? Die NATO will es so.
Mehr Geld für Verteidigung (seit 2015 konstant, wenn auch viel zu wenig)? Die NATO will es so.
Ukraine-Unterstützung? Die NATO will es so.
Sondervermögen? Die NATO verlangt es.
Und so weiter, und so fort. Nach dem historischen Beispiel kann man fest davon ausgehen, dass eine NATO-Forderung zur Vergrößerung der Bundeswehr wieder entsprechende Maßnahmen nach sich ziehen wird. Wie die nun aussehen, ob sie ausreichen, steht auf einem anderen Blatt, aber irgendetwas tun wird man müssen.
Das ist doch absolut nichts Neues und wird z.B. auch von allen EU-Ländern auf EU-Ebene so gehandhabt. In Brüssel segnet die Regierung lächelnd ab, und zurück in der jeweiligen Hauptstadt jammert sie dann über das brüssel'sche Joch.
Es ist ja noch schlimmer. Man möchte etwas machen von dem man glaubt es ist unpopulär. Dann schiebt man es nach Brüssel damit es einheitlich in Europa eingeführt werden kann. Sonst wäre die deutsche Wirtschaft benachteiligt. Dann macht Brüssel was und man kann über die Brüsseler Willkür schimpfen.