(Zweiter Weltkrieg) Musste Deutschland den zweiten Weltkrieg verlieren?
@srg
Zitat:Und in der kurzen Zeit ihrer Geschichte war sie von allen Staaten der Welt schon in die meisten Kriege verwickelt, warum wohl?
Was so, zumindest in der Zeit zwischen dem Ende des 18. Jahrhunderts und dem beginnenden 21. Jahrhundert, nicht stimmt. Man werfe einen Blick in die Geschichtsbücher, Quintus Fabius hat schon sehr gut darauf hingewiesen mit einem Gegenbeispiel. Ich stelle damit US-Verbrechen oder Irrtümer sicher nicht in Frage, aber ich lasse mich auch nicht von bzw. zu solchen Schlagwortsatzgebilden hinreißen.
Zitat:Sie hat eine optimale strategische Lage, genügend Ressourcen an Mensch und Material.
Hatte sie denn dies? Im Ersten Weltkrieg mussten die USA ihre Kriegsausrüstung (vor allem schwere Waffen [v. a. Artillerie] und Flugzeuge) bei Franzosen und Briten einkaufen, weil sie selbst nicht genug hatten (außer der Manpower, die letztlich maßgeblich sicher mit entschied). Im Zweiten Weltkrieg brauchten die USA grob zwei Jahre (bis 1943, nach Pearl Harbour gerechnet), um ihre Wirtschaftskraft voll zum Tragen zu bringen. Kriegstreiberei oder Vorbereitung auf einen Krieg sieht anders aus.
Zitat:Auf Grund ihrer Rüstungsausgaben und der Anzahl ihrer Militärbasen im Ausland kann man sie durchaus als den agressivsten Staat der Welt betrachten und dies nicht nur nach außen, sondern auch nach innen.
Die enorme US-Militärpräsenz in aller Welt begann erst nach dem Zweiten Weltkrieg, davor dominierten in der US-Politik die "splendid isolation" und die Konzentrierung auf amerikanische Fragen. Dass die USA nach dem Zweiten Weltkrieg so global agierten, lag auch daran, dass sie von zahlreichen Staaten um Hilfe gebeten wurden (auch die Deutschen fühlten sich unter den Schwingen des US-Adlers zwischen 1950 und 1990 durchaus wohl, das nur am Rande). Und falls ein Staat dies nicht wollte (und die Amerikaner quasi rauswarf), so geschah dies eben auch (man erinnere an Frankreich und de Gaulles Rauswurf der Amerikaner ab 1966) und die USA akzeptierten dies ohne viel Federlesens. Von einer Krawallhegemonie kann also keine Rede sein.
Zitat: Einen Polizei- und Überwachungsstaat findet man vor, wenn man hinter die Fassade des Freiheitsmärchens schaut. Fast jeder hundertste Einwohner sitzt im Knast unter teils menschenunwürdigen Bedingungen. Ein Staat der erst durch Völkermord an dutzenden Indianerstämmen groß wurde und sich trotzdem erdreistet den moralischen Zeigefinger zu heben. Zum Glück gibt es ein aufstrebendes China, welches in 50 Jahren die USA als Supermacht ablösen wird.
Ich stimme dem nicht zu, und würde mit dir darüber im USA-Strang (Weltbereich) auch sehr gerne weiterdiskutieren. Im hiesigen Strang hingegen wird die Luft bezüglich des Topics langsam eng. Deswegen würde ich hier erstmal eine Rückbesinnung zum Inhalt anmerken.
Zitat:Das phantom könnte ja direkt im Propagandaministerium der USA anfangen...
Dies wirkt nun sehr bzw. überzogen persönlich und könnte ein weiteres Abgleiten in einen sachfremden Disput hier im Strang einleiten. Vielleicht könntest du die Sache einfach ein wenig ruhiger angehen (auch wenn du dich sicher auch über manches aufgeregt hast). Danke allenthalben von wegen Beachtung. Big Grin

Schneemann.
Zitieren


Nachrichten in diesem Thema

Gehe zu: