(See) Die deutsche Marine
Anbei der Link zu einem Interview auf Youtube:

"Nachgefragt: Lage in der Ostsee mit Flottillenadmiral Faltin I Bundeswehr"

https://www.youtube.com/watch?v=tNFFrnC2PJU

Er geht auch auf die Besonderheiten der Ostsee ein.

Interessant finde ich folgendes:

Der Kommandeur EF 1 erwartet, dass die Untersuchung der kritischen Infrastruktur am Meeresboden eine neue Aufgabe für die Marine bzw. EF1 wird (bei ca. 12 min 30sec.). Das würde im Rahmen der Amtshilfe für das BMI erfolgen.

Minengefahr bzw. Minenkrieg bei ca. 13min.

Zukünftig wird erwartet:
- Vergrößerung KSM im nächsten Jahr (bei 16min 25sec)
- Schwerpunkt Unterwasserkriegsführung (bei 16min 50sec)
Zitieren
(18.12.2022, 20:36)Ottone schrieb: Unsere Marine benötigt ganz definitiv einen FK oberhalb von ESSM für die Luftverteidigung in der Kategorie von SM-2/SM-6 mit passendem Radar. ABM steht dagegen auf einem anderen Blatt, ganz besonders falls Arrow 3 kommen sollte.

um mich der Diskussion mal anzuschließen
ja, das sehe ich auch so, wir brauchen auf jeden Fall ganzheitlich ausgestattete Einheiten und nur ESSM ist zu wenig.

In Europa mangelt es nicht an Fahnenstöcken, also nicht an der Quantität, sondern an der Qualität.
Wir haben meiner Meinung nach viel zu viele Einheiten (Klassen) in Europa, die aus Kostengründen schlecht ausgestattet sind, daher ging meine Argumentation zur F126 auch immer in Richtung, dass die Schiffe ähnlich werden sollten wie die amerikanische Arleigh Burghe Klasse ("vollständige" Befähigung zu ASW, ASuW, AAW bei in Summe weniger VLS Zellen).

Hier ein paar Beispiele aus...

GB:
- 6x Darling Zerstörer (ohne Seezielflugkörper und Torpedos eigentlich nur für AAW geeignet)
- 11 uralte Typ23 Fregatten (mit gutem Willen für ASuW und ASW nutzbar)

Sp:
- 6x Santa Maria Klasse (aufgrund der uralten SM1 primär nur für ASW und ASuW geeignet)

DE:
- 4x F125 (nur für ASuW geeignet)

NL:
- 4x Holland Klasse (nicht geeignet für AAW, ASW, ASuW)
- 2x Karel Doormann (entspricht der F122)

DK:
- 4x Thetis Klasse (nicht geeignet für AAW, ASW, ASuW)

FR:
- 5x La-Fayette-Klasse (nur für ASuW geeignet)

die Liste ließe sich mit weiteren Schiffen über diese mehr als 40 Schiffe aus genannten Ländern bzw. mit schwimmendem Altmetall aus Portugal, Belgien, Griechenland, Polen etc. beinahe beliebig verlängern.

In Summe ganz viele Schiffe, für viel zu viel Geld, mit Unmengen an Besatzung, nur in Kombination vieler Schife vor Ort für ASW, ASuW und AAW gut geeignet und mit dann immer noch vergleichweise wenig Feuerkraft.
Daher hätte ich einen ganzheitlichen Entwurf der F126 zur Ablösung in DE der F123 und F124 mit 6-8 Schiffe und der Anschlussmöglichkeit der Niederlande für die 4 Schiffe der De-Zeven-Provinciën-Klasse, von Dänemark für die 3 Schiffe der Iver-Huitfeldt-Klasse und vielleicht von Spanien für die 5 Schiffe der F100-Klasse mit entsprechenden Lizenzbauten in den Ländern für gut gefunden.

Aber leider wird auch weiterhin in Europa viel zu teure Flickschusterei und Miniserienbau betrieben.
Wir bekommen es einfach nicht hin
Zitieren
https://mitsicherheitkontrovers.de/bunde...d-und-bmd/


Vorrang für Ostsee, U-Jagd und BMD

von Dr. Hans-Peter Bartels | 15.12.2022

Mehr als sechs Korvetten im Bestand der deutschen Ostseeflotte (zur Zeit geplant: 10) sollten angesichts des gewachsenen Bündnisses wohl nicht erforderlich sein (plus 6 bis 10 moderne bemannte Sperr- und Minenabwehreinheiten). Dazu Drohnen, etwa der Sea-Guardian-Klasse, und zum Beispiel weiterentwickelte Taurus-Marschflugkörper mobil an Land.


Das gequälte Aufgabensuchen von „Artilleriewirkung an Land“ bis „Spezialkräfte-Verbringung“ (Klasse F-125) führt zu nichts mehr. Es geht wieder um existenziellere Dinge.

Deshalb sind Überlegungen der Marineführung, die Zielgrösse der beiden Fregattengeschwader von 15 auf insgesamt 12 Schiffe zu reduzieren und diese 6:6 auf U-Jagd/ASW (Klasse F-126) und Luftabwehr/BMD (Klasse F-127) – alle mit ASW-fähigen Hubschraubern oder Drohnen – aufzuteilen, sehr nachvollziehbar.

Darüber hinaus sollten die Bündnispartner erwarten dürfen, dass Deutschland nicht nur in grossem Maßstab U-Boote in alle Welt exportiert, sondern auch eine eigene, substanzielle (U-jagdfähige) U-Boot-Flottille im Umfang von vielleicht 8 bis 12 Booten (Klasse U-212/212 CD) selbst einbringt (Bestand zur Zeit: 6, geplant: 8).
Zitieren
@ Flugbahn
Entschuldige, aber was du da vorschlägst ist eine Geldverbrennung, für die Quintus Fabius dir strafrechtliche Konsequenzen androhen würde. Vermutlich zurecht. Ich schicke doch keine "Arleigh-Burke" dauerhaft zur Piratenjagd ans Horn von Afrika. Da tun es die F125 aus DE oder die Thetis aus DK ebenso!
Im Besten Fall wähle ich meine Einheiten nach Auftrag aus. Warum muss ich nen 40-Tonner zu Ikea schicken, um nen Schuhschrank abzuholen, wenn der auch in meinen Kombi passt?
Dazu kommt: Vollwertig Dreidimensionale Kriegsschiffe werden sehr groß und teuer und benötigen eine ebenso große Besatzung und haben zusätzlich hohe Betriebskosten. Die Skalierung über die Spezialisierung spart in diesem Fall m.E. über die gesamte Fahrzeit Gelder ein, die man dann in die sinnvolle Ausstattung von (noch) mehr Spezialisten stecken kann.
Du hast allerdings in sofern Recht, als dass mehr Gemeinschaftsbeschaffungen ebenso Geld einsparen würden. Bloß sehe ich nicht, dass z.B. Deutschland, Spanien oder FR auf ihre Eigenentwicklungen und damit ihre Schiffsbaufähigkeiten verzichten werden. Es sei denn, man verteilt die einzelnen "Spezialisten" an die einzelnen Staaten, z.B. DE die AAW, FR die ASW, E die ASuW-Einheiten. Aber selbst da bin ich mehr als sekptisch, ob das ob der jeweiligen Egos politisch und wirtschaftlich möglich wäre.
Zitieren
Nach den jüngsten Meldungen werden bei der Marine die geforderten Bestellungen für fünf Korvetten K130 und zwei Fregatten F126 zugunsten der Luftwaffe wieder zurückgestuft. Ist das sinnvoll?
Die Projekte sind noch nicht tot. Wenn der Verteidigungsetat doch weiter wächst, können sie wieder aufleben, also das 3. Los Korvetten und die 5. und 6. Fregatte der 126er Klasse. Aber daneben gibt es möglicherweise neue Schwerpunkte, etwa seegestützte Raketenabwehr oder auch zusätzliche U-Boote. Die Prioritäten der Marine verschieben sich gerade, denn zum Beispiel zwei neue Nato-Partner in der Ostsee, Finnland und Schweden, machen durchaus einen Unterschied für Deutschlands Flottenstruktur.

https://www.kn-online.de/schleswig-holst...HFsGIONKyM
Zitieren
(24.12.2022, 17:36)Mike112 schrieb: Nach den jüngsten Meldungen werden bei der Marine die geforderten Bestellungen für fünf Korvetten K130 und zwei Fregatten F126 zugunsten der Luftwaffe wieder zurückgestuft. Ist das sinnvoll?
Die Projekte sind noch nicht tot. Wenn der Verteidigungsetat doch weiter wächst, können sie wieder aufleben, also das 3. Los Korvetten und die 5. und 6. Fregatte der 126er Klasse. Aber daneben gibt es möglicherweise neue Schwerpunkte, etwa seegestützte Raketenabwehr oder auch zusätzliche U-Boote. Die Prioritäten der Marine verschieben sich gerade, denn zum Beispiel zwei neue Nato-Partner in der Ostsee, Finnland und Schweden, machen durchaus einen Unterschied für Deutschlands Flottenstruktur.

https://www.kn-online.de/schleswig-holst...HFsGIONKyM


Lt. dem letzten Rüstungsbericht
https://marineforum.online/14-ruestungsb...-im-fokus/
14. Rüstungsbericht – K 130 & F 125 im Fokus
1. Apr 2022 |

…Der Schlüssel zur materiellen Einsatzbereitschaft liegt in der Herstellung der Versorgungsreife und der Umsetzung aller erforderlichen Maßnahmen zur Akkreditierung der IT-Systeme der Fregatten der Klasse 125. Eine nicht hergestellte Versorgungsreife, d.h. dauerhaft eingeschränkte logistische Betreibbarkeit, führt absehbar zu negativen Auswirkungen auf die materielle Einsatzbereitschaft und schränkt, ebenso wie eine fehlende oder eingeschränkte Akkreditierung der IT-Systeme, die operative Nutzbarkeit der Fregatten ein….
…Der Schlüssel zur materiellen Einsatzbereitschaft liegt in der zeitgerechten Herstellung der Versorgungsreife und der Umsetzung aller erforderlichen Maßnahmen zur Akkreditierung der IT-Systeme der gesamten Klasse K 130. Eine nicht hergestellte Versorgungsreife, d.h. dauerhaft eingeschränkte logistische Betreibbarkeit, führt absehbar zu negativen Auswirkungen auf die materielle Einsatzbereitschaft und schränkt, ebenso wie eine fehlende oder eingeschränkte Akkreditierung der IT-Systeme, die operative Nutzbarkeit der Korvetten erheblich ein….
Zitat Ende
Welche Kampfschiffe sollen denn bestellt werden? Die F123 werden umgebaut. Hier bleibt abzuwarten ob Saab Erfolg hat. Dann könnte man, falls die F125 weiter IT Probleme hat, den Weg auch bei der Rheinland-Pfalz und Braunschweig-Klasse gehen. Die F126 (Saarland-Klasse?) müssen sich erst mit der Kombination Thales/Hensoldt beweisen (gern mit SM-XY) und die F-124 erhalten ein BMD Radar von Hensoldt/Rafaele. Auch eine neue Kombination.
Also nichts was man schnell nachbestellen sollte. Bei der F127 sollte man, falls die Marine noch für BMD zuständig seien wird, den Aufgabenkatalog darauf beschränken.
Für eine Europäische Zusammenarbeit bieten sich evtl. „Kleine MehrzweckFregatten“ für Autonome Bordsysteme an. Da sollte man rechtzeitig aktiv werden.
Zitieren
Wir hatten schon oft über die mangelnde Bewaffnung der F125 diskutiert. "Indirekt" ein Lösungsvorschlag der Niederländer.

https://marineschepen.nl/nieuws/TRIFIC-n...231122.htm lVon: Jaime Karremann
Gepostet: 23.11.2022 |

Die niederländische Marine will kurzfristig große, schwer bewaffnete (Hilfs)Schiffe mit wenigen Besatzungsmitgliedern

Vier große (Hilfs)Schiffe mit geringer Besatzung, vollgepackt mit Raketen. In der Mitte befindet sich eine Fregatte, die von diesen Schiffen aus ferngesteuert Raketen starten kann. Dies ist, kurz gesagt, die Idee, an der die Defence Materiel Organisation (DMO) für die Marine arbeitet und die sie in naher Zukunft testen möchte. Der Name: TRIFIC.
"TRIFIC steht für The Rapidly Increased Firepower Capability Royal Netherlands Navy", sagt der Leiter der DMO-Abteilung Maritime Systeme, KTZ Paul Flos.
Marineschepen.nl besuchte kürzlich diese 'blaue' Abteilung von DMO in den Kromhoutkazerne in Utrecht für ein ausführliches Interview mit KTZ Flos. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf TRIFIC; im nächsten Beitrag werden wir die AMS-Abteilung, die Schiffskonstruktion, die Northern Naval Shipbuilding Cooperation und vieles mehr genauer unter die Lupe nehmen.
Die niederländischeMarine braucht dringend mehr Kampfkraft. Es kommen neue Fregatten, die über modernere und leistungsfähigere Waffensysteme verfügen als die aktuellen Schiffe. Marschflugkörper stehen ebenfalls auf der Wunschliste, müssen aber in vorhandene Schiffe eingebaut werden. Die Kampfkraft der Fregatten kann durch die Installation weiterer Trägerraketen erhöht werden, aber es wird Jahre dauern, bis die neuen Schiffe eintreffen.

„Angesichts der aktuellen Bedrohungen brauchen wir nur diese Raketen“, sagt Flos. "Wenn man sieht, wie viele Raketen benötigt werden, passt das irgendwann nicht mehr. Auch nicht in das Design von FuAD [Ersatz LCF, JK]." Vor einem Jahr kamen Flos und sein Head of Abovewater Technology, Johan den Arend, auf die Idee, große unbemannte Schiffe von etwa 60 oder 70 Metern Länge einzusetzen, um die Schlagkraft der Marine kurzfristig zu erhöhen.

Flos: „Während des Gesprächs haben wir ein Konzept entwickelt: einen handelsüblichen Offshore-Tender. Sie kennen sie, ein Schiff mit einem Deckshaus vorne und dann einem sehr langen Deck. Wir füllen dieses Deck vollständig mit Raketen. Schiff hat keine anderen Sensoren außer Navigationsradar,LCF [Luftverteidigungs- und Führungsfregatte], ein OPV [Patrouillenschiff] oder ein anderes Schiff. Und sicherlich der FuAD.“

„Der Auftrag, den ich Johan und seinem Team im März gegeben habe, ist zu untersuchen, ob dies möglich ist und wie schnell wir es bekommen können. Geschwindigkeit ist wichtig, weil wir sie jetzt brauchen“, sagt Flos. „Wir haben dieses Konzept in einer großen Skizze festgehalten. Johan ist um die ganze Welt gereist und hat einen ordentlichen Bericht geschrieben. Es stellte sich als machbar heraus. Dazu gehörte auch eine TNO-Studie zur besten Zusammensetzung, die sich als Mutterschiff mit vier TRIFIC-Booten herausstellte. Übrigens bleiben diese Boote in Sichtweite: etwa fünf Meilen [mehr als neun Kilometer, JK].“
Raketen
Die Schiffe sind im Handel erhältlich, aber die Raketen sind es natürlich nicht. DMO hat im vergangenen Jahr mit zahlreichen Anbietern gesprochen. Flos: „Man kann Container mit Trägerraketen an Deck dieser Schiffe stellen. Wir haben mit französischen, deutschen, israelischen und amerikanischen Lieferanten für die Raketen und Trägerraketen gesprochen. Eine extrem kurze Lieferzeit ist ebenfalls eine Anforderung: Liefertermin innerhalb eines Jahres . Wirklich einzigartig, aber es ist möglich."

„Auf einem Deck eines Schiffes von 60 bis 70 Metern kann man etwa sechs Container mit Raketen lagern. Acht Raketen pro Container, mal sechs. Und es werden noch mehr, wenn man kleinere Raketen drauflegt.“

Die Waffen, die abgefeuert werden können, sind vielfältig: Flugabwehrraketen, Marschflugkörper. Flos: "Sie können alles aufstellen, was Sie wollen, einschließlich herumlungernder Munition, wenn Sie Marines unterstützen müssen."

„Es gibt auch Raum für Soft-Kill-Lösungen mit ECM [eine Art Störsender, um ankommende Raketen irrezuführen, zum Beispiel JK], damit sich diese vier Boote auch elektronisch als großes Schiff ausgeben können. Wenn dann eine Rakete auf uns zukommt, dann muss sich bereits entscheiden. Die TRIFIC-Schiffe werden übrigens durch das Mutterschiff geschützt, durch die Raketen, die sie an Bord haben.“

Nur Container mit Waffen auf den Schiffen zu platzieren, hält das Projekt „schnell und billig“, sagt Flos.
Radardaten Die TRIFIC-
Die (Hilfs)Schiffe haben keine eigenen Sensoren. "Nur ein Navigationsradar. Aber Krypto und ein Link für die Feuerleitdaten, die an die Raketen gesendet werden sollen."

Die Integration dieses Ganzen in das bestehende CMS (die Software in der Kommandozentrale zum Kampf mit der Fregatte) ist laut Flos die größte Herausforderung. „Maritime IT sagt, das ist kurzfristig möglich, das streben wir an.“

"Diese Boote sprechen auch miteinander. Denn es muss auch bestimmt werden, welches Schiff feuern wird; welches Schiff dafür am bequemsten ist und welches Schiff zu diesem Zeitpunkt feuern kann."
. Doch nicht unbemannt
. Obwohl geplant war, diese (Hilfs)Schiffe komplett unbemannt fahren zu lassen, stellte sich heraus, dass die Brücke zu weit ging.

„Unbemannte Schiffe mit Waffen, das ist immer noch schwierig. Also bleiben wir jetzt bei niedrig bemannten Oberflächenfahrzeugen: LMSV. Die Schiffe haben eine kleine Besatzung von zehn Mann pro Boot. Und im aktuellen Konzept ist immer ein Mann in der Schleife. Feuer Kontrolldaten gehen vom Mutterschiff zum TRIFIC-Boot und dann gibt es einen anderen, der beurteilt, ob das Boot sicher feuern darf, er oder sie drückt dann den Knopf. Theoretisch kann auch jemand anderes zustimmen, aber es gibt immer jemanden dazwischen", sagt Flos.

„Irgendwann werden wir zu einem niedrig bemannten autonomen System übergehen. Der dritte Schritt ist vollständig autonom.“

Zur Realität in Den Haag
"Der Plan wird im Verteidigungsmemorandum als 'verteilte Aktion' beschrieben", fährt Flos fort. „Überall, wo wir dieses Konzept präsentieren, auch beim CDS [Commander of the Armed Forces], sind die Menschen davon überzeugt, dass wir es brauchen und dass es der richtige Weg ist, um die Kampfkraft schnell zu erhöhen.“

„Wir haben einen Stufenplan erstellt. Fangen Sie klein an und enden Sie groß. Denken Sie groß, handeln Sie klein. Was ist das Mindestkonzept, das wir wollen, und wir wollen das Konzept testen“, sagt Flos. Das Projekt liegt nun in den Händen des Planungsdirektorats, das dem CDS angehört und für Mehrjahrespläne und Anforderungen zuständig ist. In Absprache mit ihnen prüfen wir, wie wir diesen Plan umsetzen werden.
Zitieren
Sehr interessanter und unkonventioneller Vorschlag. Solche Dinge sind genau die richtigen für die aktuelle Situation.
Zitieren
(30.12.2022, 19:37)Seafire schrieb: Wir hatten schon oft über die mangelnde Bewaffnung der F125 diskutiert. "Indirekt" ein Lösungsvorschlag der Niederländer.

Die Diskussion hatten wir schon:

https://www.forum-sicherheitspolitik.org...#pid214534
Zitieren
(24.12.2022, 14:09)Grolanner schrieb: @ Flugbahn
Entschuldige, aber was du da vorschlägst ist eine Geldverbrennung, für die Quintus Fabius dir strafrechtliche Konsequenzen androhen würde. Vermutlich zurecht. Ich schicke doch keine "Arleigh-Burke" dauerhaft zur Piratenjagd ans Horn von Afrika. Da tun es die F125 aus DE oder die Thetis aus DK ebenso!

Grundsätzlich stimmt das zwar, aber jede Schiffsklasse bringt ihre eigenen Fixkosten mit sich, weshalb es gerade bei einer kleineren Marine es durchaus Sinn machen kann lieber breiter aufgestellte Schiffe zu beschaffen anstatt viele Speziallisten. Eig. sollte es schon Ziel sein die Anzahl der Fregattenklassen auf 1-2 zu beschränken und nicht wie jetzt 3-4 Klassen gleichzeitig zu betreiben. Bei den Korvetten haben wir das ja zum Glück schon hinbekommen.

Wunschvorstellung wäre das man von der "normalen" F126 6 Schiffe baut und danach einfach nochmal sechs F126 in einer AAW-Variante, also eine Erhöhung der VLS-Zellen auf 40 und Austausch des Weitbereichradars gegen ein BND fähiges Radar analog F124. Das müsste man ohne große Änderungen am Design hinbekommen. Danach alle anderen Klassen außer Dienst stellen. So spart man sich bei der F125 zumindest das MLU.

Was Das Horn von Afrika angeht ist eig. auch eine F125 schon wieder Luxus. Hier reicht auch eine Korvette, welche je nach Größe des Geschwaders durch einen Tender oder sogar EGV unterstützt wird. Wir reden bei diesen Einsetzten ja eig. immer von Randmeeren oder Küstengebieten.

Daher vlt. auch lieber nur 10 Fregatten und dafür 15 Korvetten...
Zitieren
[quote="Kul14" pid='215921' dateline='1672476612'

Was Das Horn von Afrika angeht ist eig. auch eine F125 schon wieder Luxus. Hier reicht auch eine Korvette, welche je nach Größe des Geschwaders durch einen Tender oder sogar EGV unterstützt wird. Wir reden bei diesen Einsetzten ja eig. immer von Randmeeren oder Küstengebieten.

Daher vlt. auch lieber nur 10 Fregatten und dafür 15 Korvetten...
[/quote]

Der Luxus spart aber Geld. Die F125 fährt zum Horn, braucht dafür z. B. 4 Wochen, bleibt da 22 Monate und fährt dann wieder nach Hause. Alle 3 Wochen kommt der Versorger und alle 4 Monate tauscht man die Besatzung im nächsten Hafen. Die Korvette fahrt dahin hat den Versorger im Schlepptau, weil sie alle 7 Tage versorgt werden muss und muss nach 5 Monaten abgelöst werden. Dazwischen tauschen wir auch noch die Besatzung. Also was ist daran Luxus? Vor allem wenn man das 2 Wachensystem der Korvetten bedenkt.
Zitieren
https://marineforum.online/fregatte-klas...loesungen/

Fregatte Klasse 125: Zukunftsweisende Lösungen

Zitat .....Die Fregatte 125 weist aufgrund des reduzierten Besatzungskonzepts einen hohen Grad an Automation und Vernetzung auf, verbunden mit einer hohen Anzahl an IT-Systemen. Viele dieser IT-Systeme verarbeiten Verschlusssachen und müssen deshalb einen Akkreditierungsprozess durchlaufen. Besonders die alle sechs Jahre zu wiederholenden Abstrahlvermessungen dieser Komponenten stellen aufgrund der schieren Anzahl – bei F 125 betrifft dies rund 750 Geräte – eine große Herausforderung mit hohem Zeitbedarf dar. Aus rein praktischen Erwägungen können die Vermessungen nur im Rahmen von Instandsetzungsliegezeiten sinnvoll durchgeführt werden, verlängern diese aber um mehrere Monate. Aufwand und Nutzen sind nach Vorliegen der Ergebnisse aus der Instandsetzung der BADEN-WÜRTTEMBERG mit den Verfahrensbeteiligten neu zu erörtern.

Da Fregattenprojekte eine lange Realisierungsphase von etwa 15 Jahren aufweisen, die Innovationszyklen kommerzieller IT demgegenüber aber nur fünf bis sieben Jahre betragen, sind Obsoleszenzen immanenter Bestandteil eines jeden Großprojekts. Sie erschweren den Akkreditierungsprozess, da erkannte Sicherheitslücken oftmals nicht mehr geschlossen werden können. Regenerationen sind nur im Einvernehmen mit dem Hauptauftragnehmer über Vertragsänderungen durchführbar. Nach Ende der Entwurfsphase ist dies aber häufig nur noch sehr eingeschränkt möglich. Damit können Systemanpassungen wie beispielsweise überarbeitete Konfigurationsvorgaben in der Regel erst nach der Abnahme umgesetzt werden.
Generell ist es sinnvoll, die Anzahl unterschiedlicher IT-Systeme klassenübergreifend zu reduzieren, um den erforderlichen Pflegeaufwand in der Nutzung auf ein beherrschbares Maß zurückzuführen. Mit Blick auf die F 125 könnte solch ein Ansatz zur Prämisse für eine Midlife Conversion Anfang der 2030er-Jahre erhoben werden. Dies könnte durch Angleichen des Bauzustands der F 125 an die dann zulaufende F 126 umgesetzt werden. Insbesondere im Einsatzsystem weisen beide Schiffsklassen Parallelen im Bereich der Sensoren und Effektoren auf, sodass bei der F 126 zum Einsatz kommende IT-Systeme auch für die F 125 verwendet werden könnten. Hierzu gilt es, in den nächsten Jahren tiefergehende Analysen durchzuführen, die zum einen den Projektfortschritt F 126 berücksichtigen, aber auch den generellen Ansatz zur Vereinheitlichung maritimer Führungssysteme nicht außer Acht lassen.....Zitat Ende
Zitieren
(31.12.2022, 15:49)ede144 schrieb: Der Luxus spart aber Geld. Die F125 fährt zum Horn, braucht dafür z. B. 4 Wochen, bleibt da 22 Monate und fährt dann wieder nach Hause. Alle 3 Wochen kommt der Versorger und alle 4 Monate tauscht man die Besatzung im nächsten Hafen. Die Korvette fahrt dahin hat den Versorger im Schlepptau, weil sie alle 7 Tage versorgt werden muss und muss nach 5 Monaten abgelöst werden. Dazwischen tauschen wir auch noch die Besatzung. Also was ist daran Luxus? Vor allem wenn man das 2 Wachensystem der Korvetten bedenkt.

Ich sehe da eher weniger ein Problem. Die Intensivnutzung ist nichts was den Fregatten vorbehalten ist und wurde auch bei den Korvetten berücksichtigt. Die maximale Einsatzzeit einer Korvetten war in der Realität bisher 17 Monate. Und auch die Seeausdauer liegt mit Nachversorgung bei 21 Tage, theoretisch sogar noch höher, aber danach geht man davon aus das die Besatzung eine Pause braucht. Auch mit der F125 wird man nicht 4 Monate auf See bleiben.

Natürlich ist eine F125 für solche Einsätze besser geeignet als eine K130 und man wird auch eine F125 nicht 1:1 durch eine Korvette ersetzen können. Die Frage ist doch aber ob die Vorteile eine eigene Fregattenklasse rechtfertigen, die entwickelt werden muss, die getestet werden muss und für die eine gesamtes Logistiksystem für Ersatzteile etc. geschaffen werden muss. Aus dieser Sicht glaube nicht das wir mit der F125 Geld sparen und erachte sie daher schon als Luxus.

Kernpunkt ist halt die Anzahl der Klassen zu verringern um die Fixkosten zu minimieren. Wenn ich mir eine gesamte Klasse sparen kann dann schicke ich halt auch mal zwei Korvetten ans Horn von Afrika oder auch alle paar Jahre mal eine F126. Der Wegfall der Klasse würde ja gleichzeitig bedeuten man hätte eine höhere Anzahl von diesen Mehrzweckfregatten.

10x K130+ 4x F125 + 4x F126 + 4x F127 oder doch lieber 14x K130 + 6x F126 + 4xF127?

Nur solch eine effiziente Flottenplanung findet nicht statt. Es werden immer nur bestehende Klassen ersetzt ohne das große ganze im Blick zu haben.
Zitieren
(31.12.2022, 15:49)ede144 schrieb: Die Korvette fahrt dahin hat den Versorger im Schlepptau, weil sie alle 7 Tage versorgt werden muss und muss nach 5 Monaten abgelöst werden.
In Zypern waren die Korvetten übrigens bis zu 17 Monate am Stück. Und das inzwischen mehrfach.
Zitieren
Die Distanzen vor dem Libanon sind allerdings ganz andere als die vor Somalia.
(01.01.2023, 19:25)Kul14 schrieb: Die Intensivnutzung ist nichts was den Fregatten vorbehalten ist und wurde auch bei den Korvetten berücksichtigt.
Das ist mir neu, ich melde starke Zweifel an und bitte um Belege.
Zitieren


Gehe zu: