(Kalter Krieg) Operation Jennifer
#1
Neulich lief im TV etwas über die versuchte Bergung von K-129 durch die Amis .
Dort wurde behauptet , man hätte versucht , das gesunkene U-Boot aus ca. 5000m Tiefe zu bergen . Wie glaubwürdig war das ? Schöießlich hätt das Boot doch beim Sinken bereits durch den Druck total zerstört werden müssen ?
Jan-Hendrik
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#2
Du meinst doch das Raketen U-Boot, das im Pacific gesunken ist?
Meines Wissens nach hat man dafür ein Schiff die Glomar Explorer gebaut die heute noch in der Reserve ist
Bei der Bergung ist das Boot in 2 Teile zerbrochen und nur der Bug Teil konnte geborgen werden
Ich halte das für glaubwürdig einmal wegen dem Schiff und weil die USA das 81 zugegeben haben
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#3
Wenn das Boot vollgelaufen ist kann es sinken so tief es geht. Nur wenn es bei einer kritischen Tauchtiefe noch dicht ist wird es mit großer Wahrscheinlichkeit vollkommen zerstört.
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#4
@Jan-Hendrik

Das mit der Bergung stimmt schon. War da nicht auch Howard Hughes und die CIA beteiligt ? Jedenfalls wurden im Bug sogar noch die sterblichen Überreste von einigen Besatzungsmitgliedern geborgen. Diese wurden daraufhin umgehend mit militärischen Ehren beerdigt - das Video von der Beerdigung wurde nach dem Zusammenbruch des Warschauer Paktes dem amtierenden Präsidenten der GUS Boris Jelzin vorgespielt. Ausschnitte aus diesem Video habe ich neulich erst auf irgendeiner DoKu auf N24 gesehen. Das war wahrscheinlich die von der du sprichst.
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#5
Richtig , die meinte ich ! Habe die Frage gestellt , da ich bei manchen Dokus auf diesem Sender an der Seriösität/Objektivität zweifle .
Jan-Hendrik
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#6
@ Joey T
Ja es stimmt Howard Hughes wurde als Vorwand für das große Schiff verwendet.
Es wurde behauptet das Hughes mit diesem Schiff auf dem Boden des Ozeans irgendwelche Mineralien oder so schürfen wollte um den wahren hintergrund zu vertuschen. Hughes war ein sehr reicher Mann und etwas verrückt deshalb glaubte man an diese Geschichte....
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#7
Etwas verrückt ist gut Smile

In der Spätphase seine Lebens soll er sich nicht mehr gewaschen haben, seine Fingernägel und Haare nicht mehr geschnitten haben und seinen Urin in Gläsern aufbewahrt haben!

Der Mann hat total durchgedreht - aber da zeigt sich halt mal wieder: Wenn jamand arm ist, ist er verrückt, der Reiche ist etravergant! Big Grin
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#8
Ein modernes, gesunkenes U-Boot eines möglichen Gegners ist natürlich eine echte Goldgrube, da man die in diesem Boot eingesetzte Technik analysieren und auswerten kann. Wenn man über den technischen Stand des möglichen Gegners nicht gut bescheid weiß, ist dies natürlich um so wichtiger, und dies war ja damals der Fall.
Die Amis haben es zwar nicht geschafft, die an Bord der gesunkenen K-129 befindlichen SLBM zu bergen - sie fielen, als das U-Boot bei seiner Bergung zerbrach, in den Ozean. Dafür konnten sie immerhin den Bug dieses U-Bootes heben, in dem sich z.B. einige Torpedos und andere Systeme befunden haben dürften.
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#9
Ich meine zu wissen ,dass man auch die Codebücher geborgen hat die waren zwar nichtmehr zeitgemäs aber man konnte die alten abgefangenen Meldungen dechifrieren und damit irgendwelche Arten von Rückschlüssen ziehen (z.B. Patroulliengebiete?!)
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#10
Ja, das stimmt. Mit den Cechiffriermaschinen haben sie alte Funksprüche ausgewertet, um die Sowjetische Taktik zu verstwehen.

Jetzt zur Frage der Objektivität:
Es WÄRE möglich, dass es die Amerikaner nicht hinbekommen haben, das gesunke Boot zu bergen.
Jetzt stellt sich aber die Frage, was es für einen Nutzen haben sollte, diese Geschichte jetzt zu bringen. Ich denke nicht, dass es um nachrichtendienstlichen Ruhm für die CIA geht. Ich sehe keinen Gund darin, alle Beweise zu fälschen, um jetzt so dazustehen, dass man den Bug eines U-Bootes gehoben zu haben. Die einzige Erklärung wäre für mich die Verschleierung (oder auch ERklärung) von Spenden/Bestechungsgeldern (den Weg der Geldbeträge kann man nicht nachvollziehen). Für diese Operation sind bestimmt so um die 4 MRD Dollar drauf gegangen ( ein GANZES U-BOOT umbauen, ein NEUES SCHIFF bauen, Unterwasserkameras mit einer Belastung von 600 BAR (Rechnet das mal in Tonnen/cm² um!!!)... Das meiste geht wohl fürs U-Boot drauf...

Also ich denke nicht, dass all diese Beweise gefälscht sind! Es gibt zwar auch keinen wirklichen Vorteil für die Amis, dass sie das jetzt ans Licht bringen aber sie waren ja auch in Erklärungsnot, als die Geheimdokumente aufgetaucht sind...
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#11
Zitat:Ein modernes, gesunkenes U-Boot eines möglichen Gegners ist natürlich eine echte Goldgrube, da man die in diesem Boot eingesetzte Technik analysieren und auswerten kann. Wenn man über den technischen Stand des möglichen Gegners nicht gut bescheid weiß, ist dies natürlich um so wichtiger, und dies war ja damals der Fall.
Die Amis haben es zwar nicht geschafft, die an Bord der gesunkenen K-129 befindlichen SLBM zu bergen - sie fielen, als das U-Boot bei seiner Bergung zerbrach, in den Ozean. Dafür konnten sie immerhin den Bug dieses U-Bootes heben, in dem sich z.B. einige Torpedos und andere Systeme befunden haben dürften.
Ich schätze, die Amerikaner waren vor allem an den Codebüchern und der Bergung der SLBM interessiert. Das Boot an sich war bereits gnadenlos veraltet. Natürlich war es trotzdem sinnvoll, den Versuch zu machen, denn auch das Wissen um den technologischen Rückstand der Russen konnte vorteilhaft sein.

@Eike:
Das die Sache public geworden ist, kann verschiedene Gründe haben. Ein nicht unbedeutender könnte sein, dass diese Informationen inzwischen einfach nicht mehr top secret oder was auch immer sind. Der Kalte Krieg ist vorbei, der Vorfall liegt 35 Jahre zurück. Es kommt immer wieder bei geheimdienstlichen Informationen und Operationen vor, dass diese nach einer bestimmten zeitlichen Sperrfrist schlicht und einfach für die Öffentlichkeit preisgegeben werden (die Akten zum Kennedy-Attentat müssten auch bald offengelegt werden, soweit ich weiss).

Dass es jetzt ans Licht kommt, könnte also einfach der Bürokratie zu verdanken sein.
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#12
Der Meinung bin ich auch der Kalte Krieg ist schließlich auch vorbei...
So neu ist die Sache auch nicht rausgekommen die New York Times berichtete schließlich schon am 19 März 1975 darüber das versucht wurde ein sowjetisches Uboot zu heben und die Atomraketen aber nicht gehoben werden konnten und das war schon 7 Jahre nach dem Versuch....
Das man heute mehr davon hört liegt einfach daran das mehr Leute Interesse daran haben (und was tut man nicht alles um seine Quote zu steigern :-) ) und es einfacher ist ne Fernsehsendung daraus zu machen als damals.
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#13
solche Bergungen sind immer eine Geheime Sache. Ein gesunkenes UBoot (mit oder ohne Nuklear Fk, oder ICBM) ist nicht nur ein Stück Technik des Feindes sondern zu allerst ein Grab, in dem Falle ein Friedhof.

Wenn eine Bergungsoperation durchgeführt wird, dann wird die Totenruhe gestört, ferner ist es Grabschändung. So ein Akt wird gerne von Behörden und Regierungen nicht gerne veröffentlicht.

@blindfish: das gilt auch wenn der Kalte Krieg vorbei ist. Akten sind Papier, und Papier ist geduldig.
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#14
Interessant ist die Frage ob die Amis doch das komplette Boot gehoben haben.
Es gab schließlich immer mal wieder Gerüchte über aufgetauchte Komponenten die definitiv nicht in der gehobenen Sektion zu finden gewesen sein sollen.
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#15
Turin schrieb:
Zitat:Das Boot an sich war bereits gnadenlos veraltet. Natürlich war es trotzdem sinnvoll, den Versuch zu machen, denn auch das Wissen um den technologischen Rückstand der Russen konnte vorteilhaft sein.


Rückstand

1.) der gesamten russischen Technologie?
2.) des U-Boots, gesamt?
3.) einzelne U-Boot-Komponenten?
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