(Europa) Schweizerische Luftstreitkräfte
Zitat:Switzerland signs Air2030 contracts

Switzerland has signed for both the Lockheed Martin F-35 Lightning II and the Raytheon Patriot ground-based air-defence systems (GBADS) to fulfil its Air2030 requirement. The Federal Council announced the milestones on 26 November, some five months after the country announced its decision in July to procure 36 F-35As and five Patriot GBADS based on the highest overall benefits for the lowest overall costs. [...]
https://www.janes.com/defence-news/defen...-contracts

Schneemann
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Zitat:Switzerland receives first Hermes UAVs from Israel ahead of flight trials

Switzerland has received from Israel the first two of six Elbit Systems Hermes 900 Heavy Fuel Engine (HFE) unmanned aerial vehicles (UAVs) that were ordered under the Reconnaissance Drone System 15 (ADS 15) requirement. The Swiss Federal Department of Defence, Civil Protection, and Sport (VBS) announced the milestone on 29 April, noting that the two UAVs and two ground control stations (GCSs) arrived in Emmen in two deliveries on 21 and 26 April, respectively.

“The(y) [...] were transported from Israel to Switzerland by sea and land. Another component of the deliveries was various material for the maintenance and the subassemblies, which are necessary for the operation of the ADS 15,“ the VBS said.
https://www.janes.com/defence-news/air-p...ght-trials

Schneemann
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Oha...innenpolitischer Unfriede bei unseren Nachbarn hinsichtlich der F-35...
Zitat:SCHWEIZ

Die Stopp-F-35-Initiative ist zustande gekommen

Die Volksinitiative in der Schweiz gegen die F-35 ist formell zustande gekommen. Ob vor der geplanten Vertragsunterschrift eine Abstimmung möglich ist scheint aber fraglich.

Die Prüfung der Unterschriftenlisten durch die Bundeskanzlei hat ergeben, dass von insgesamt 102 897 eingereichten Unterschriften 102 664 gültig sind, so die offizielle Erklärung vom Montag. Die Unterlagen waren am 16. August eingereicht worden. Die Allianz gegen den F-35 forderte damals vom Bundesrat, die Botschaft zur Initiative möglichst rasch zu verabschieden und so einen demokratischen Entscheid über das grösste Rüstungsgeschäft der Schweizer Geschichte zu ermöglichen. [...]
https://www.flugrevue.de/militaer/schwei...-gekommen/

Schneemann
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Schwach, dass die Flugrevue nur die Position der Initianten abbildet. Folgendes ist zu ergänzen:
- Die Schweizer haben dem Kauf eines Kampfflugzeuges an der Urne zugestimmt. Es war dabei nicht klar, welcher der evaluierten Typen es werde. Evaluiert wurden Super Hornet, Rafale, Eufi und die F-35. Das Verteidigungsministerium hat sich dann für die F-35 entschieden.
- Die Argumente der Gegner sind jedes Mal die selben, seit der F/A-18-Beschaffung. Es geht denen jedes Mal um die Abschaffung der Luftwaffe (und der Armee). Da kann auch ein Ukraine-Krieg dem Eifer nichts entgegenhalten. Es hätte wohl auch eine Initiative gegeben, wenn nicht die F-35 gewählt worden wäre. Eines der ursprünglichen Hauptargumente gegen amerikanische Jets war übrigens das Vorhandensein der Trump-Administration. Und die ist ja jetzt zum Glück weg. Also suchte man andere fadenscheinige Gründe für die Initiative.

Man kann sich bei den Gegnern auch den Mund fusselig reden, dass inzwischen 15 Luftwaffen die F-35 einsetzen oder diese beschaffen wollen. Abzüglich der 4 Luftwaffen der USA ist das ein ordentlicher Vertrauensbeweis in die Maschine, auch wenn gewisse Nationen aus strategischen Gründen (Israel, Japan) oder als Partner (GB, etc.) besonders motiviert waren, den Vogel zu beschaffen. Aber das zählt halt alles nix, weil Krieg = böse.
Unterschlagen wird bei der Argumentation im Artikel zudem, dass Kanada inzwischen wieder F-35 beschafft.

Einziges interessantes Detail ist der Kostenüberschuss bei den Norwegern. Dazu wüsste ich gerne mehr.
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Ergänzend:
Zitat:RÜSTUNGSPROGRAMM AIR2030

Schweiz unterschreibt für F-35A

Nur Tage nach dem Beschluss des Parlaments hat die Schweiz den Beschaffungsvertrag mit der US-Regierung für 36 Lockheed Martin F-35A unterzeichnet. [...]

Die Flugzeuge werden ab 2027 bis 2030 ausgeliefert und werden die heutige Flotte der F/A-18 Hornet und F-5 Tiger ersetzen. Unterzeichnet haben den Vertrag der Rüstungschef, Martin Sonderegger, sowie der Projektleiter für die Beschaffung der neuen Kampfflugzeuge, Darko Savic. Die amerikanischen Behörden hatten den Beschaffungsvertrag ihrerseits bereits im vergangenen Oktober unterzeichnet und der Schweiz Zeit bis zum März 2023 eingeräumt. [...] Zudem haben die Schweiz und die USA eine spezifische Klausel ausgehandelt und eine separate Erklärung unterschrieben, welche den Festpreischarakter festhalten.
https://www.flugrevue.de/militaer/ruestu...uer-f-35a/

Schneemann
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Zitat:Swiss Air Force receives first Israeli drones

The first two of six new drones from Israel have been handed over to the Swiss Air Force – years later than planned. The remaining four drones of the new reconnaissance drone system (ADS 15) are scheduled to arrive by the end of the year. [...] Parliament approved a credit of CHF250 million ($270 million) for the procurement in 2015. The Israeli origin of the aircraft was criticised at the time. The predecessor Ranger drones were taken out of service in 2019.

The new drones should have been in the air since 2019. However, technical problems caused their delay. Armasuisse therefore imposed contractual penalties on the Israeli manufacturer, Elbit Systems, and negotiated additional services, such as certification of the de-icing system.
https://www.swissinfo.ch/eng/politics/sw...s/48244906

Schneemann
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MBDA wieder in den Startlöchern in der Schweiz
FOB (französisch)
Nathan Gain 11 Mai, 2024
[Bild: https://www.forcesoperations.com/wp-cont...Suisse.png]

Wir nehmen (fast) dieselben und fangen wieder von vorne an? Nach einem ersten erfolglosen Versuch hat die Schweiz die Bemühungen um die Erneuerung ihrer Boden-Luft-Mittelstreckenverteidigung durch ein gleichnamiges Programm (DSA MP) wieder aufgenommen. Drei Industrieunternehmen sind nun im Rennen, darunter MBDA.

MBDA, Diehl Defence aus Deutschland und das amerikanisch-norwegische Duo Raytheon-Kongsberg haben zwei Monate Zeit, um auf die Ende April von der armasuisse, die für die Beschaffung von Ausrüstungen für die Schweizer Streitkräfte zuständig ist, veröffentlichte Offertanfrage zu antworten.

MBDA wird voraussichtlich auf die CAMM-Familie setzen, die bereits von Italien, Polen und dem Vereinigten Königreich ausgewählt wurde. Das deutsche Angebot dürfte sich auf das IRIS-T SLM-System stützen, während Raytheon und Kongsberg seit langem Partner für das NASAMS-System sind.

Dies ist der zweite Versuch der Schweiz, ihr Mittelstreckensegment zu erneuern. Vor DSA MP hatte das Projekt DSA/BODLUV 2020 das Feld geräumt, bevor es im Frühjahr 2016 auf unbestimmte Zeit ausgesetzt wurde. Unter der Leitung von Thales Schweiz wurden bereits die Systeme CAMM ER und IRIS-T SLM evaluiert.

Wie BODLUV 2020 soll auch das Programm DSA MP "eine bestehende Sicherheits- und Fähigkeitslücke schließen", da die derzeitigen Systeme "bald das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht haben" oder wie die Systeme Rapier und Stinger nur eine begrenzte Reichweite besitzen.

Die Angebote werden bis Mitte Juli erwartet, die Entscheidung soll im Herbst getroffen werden. Entgegen anderslautender Behauptungen wurde von den Behörden keine detaillierte Kostenaufstellung vorgelegt. Die von der Industrie vorgeschlagenen Anschaffungs- und Lebenszykluskosten werden ein "verbindlicher Ausgangspunkt für die detaillierten Verhandlungen über die Beschaffung" sein.

Als einzige glaubwürdige Referenz sollte BODLUV 2020 zum Zeitpunkt seiner Aussetzung zwischen 650 Mio. € und 1 Mrd. € kosten. Während die Integration in die Planung für 2025 vorgesehen ist, muss das Projekt DSA MP "rasch abgeschlossen werden", so armasuisse. Seine Aufnahme in das Budget 2024 wird daher geprüft, um die Beschaffung bereits in diesem Jahr bearbeiten zu können.

Neben den technischen Fähigkeiten umfasst das industrielle Angebot auch eine wesentliche Komponente der internationalen Zusammenarbeit, sei es bei der Vereinheitlichung des Luftabwehrschildes oder bei der Ausbildung, Schulung und Wartung. Zwar ist die Schweiz gerade der European Sky Shield Initiative (ESSI) beigetreten, doch dieses von Deutschland geführte Projekt "präjudiziert jedoch nicht die Wahl des Systems, zumal es die nationalen Beschaffungskompetenzen nicht berührt", versichert armasuisse.

Für MBDA ist dies auch eine Gelegenheit, die unglückliche Bewerbung - über Eurosam - um das hohe Segment der Schweizer DSA zu vergessen, die an Raytheon und sein System PATRIOT ging. Schließlich bleibt noch die Aussicht auf eine Erneuerung des Kurzstreckensegments, eine weitere Anstrengung, die "für die 2030er Jahre geplant" ist und bei der der europäische Raketenbauer vielleicht eine neue Karte zu spielen hat.
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