(Allgemein) KSK | Kommando Spezialkräfte
#61
Zitat:Er sei „militärisch gesehen unverändert der Auffassung, dass wir Spezialkräfte brauchen.....Sie sind oft die einzigen, die einer terroristischen Bedrohung etwas entgegensetzen können

Genau genommen brauchen wir Sondereinheiten zwingend für eine ganze Reihe von Aufgaben, aber nicht um Terroristen etwas entgegen zu setzen. Aber ich gehe mal davon aus, dass der GI dass selbst ganz genau so weiß, und Politiker der er nun mal ist diese vermeintlich zwingende Befähigung nur vorschiebt um das KSK erhalten zu können, da die anderen Politiker*_Ixe gar keine Ahnung haben.
Zitieren
#62
(26.05.2021, 21:55)Quintus Fabius schrieb: Genau genommen brauchen wir Sondereinheiten zwingend für eine ganze Reihe von Aufgaben, aber nicht um Terroristen etwas entgegen zu setzen.

Wenn in der öffentlichen Wahrnehmung jeder asymmetrische Gegner als Terrorist identifiziert wird, symmetrische Bedrohungen hingegen konsequent totgeschwiegen werden, dann kann man halt schonmal KSK und GSG9 verwechseln. Sowie BW und THW.
Zitieren
#63
Das asymetrische nicht-staatliche Kämpfer als Terroristen de facto außerhalb jeder kriegerischen Ordnung gestellt werden ist ohnehin eine Fehlentwicklung. Aus der krampfhaften Bemühung heraus nur ja keinen Krieg zu führen behauptet man nun heute, dass der Krieg gar keiner sei, und behandelt dann daraus den Gegner als rechtloses Subjekt und versagt ihm jedwede als Soldat eigentlich zustehende Behandlung. Wo ist der Unterschied zwischen einem Drohnenpiloten und einem Terroristen? Der Terrorist braucht unendlich mehr Mut.

Der gleiche Anti-Bellizismus welcher feindlichen Kombattanten alle Rechte entzieht befördert zugleich diesen ganzen Spezial-Einheiten Hype. Weil man dann Truppen einsetzen kann ohne ihre Handlungen öffentlich machen zu müssen weil ja alles ach so geheim ist. Kein Wunder dass solche Soldaten von ihrer Führung wie Hunde behandelt werden (wortwörtlich in bestimmten Details). Man verdrängt durch sie heute den Krieg immer noch weiter aus der Öffentlichkeit und leugnet dass man Krieg führt, womit man in einer perfiden Karikatur des militärischen Kampfes keinen Krieg mehr je siegreich zu Ende führen kann und nie mehr siegen wird. So erzeugt der Anti-Bellizismus den endlosen Krieg, der nicht als solcher bezeichnet wird, in dem die Feinde keinerlei Rechte mehr haben und der aufgrund der Unmöglichkeit ihn abzuschließen auch niemals mehr andere - eventuell besser erreichbare Ziele hervorbringen wird.

Somit macht der Anti-Bellizismus den Krieg zum endlosen Selbstzweck und erreicht damit im Endeffekt genau das Gegenteil dessen was er anstrebt, nur um das alles dann vollständig zu leugnen und von sich wegzuschieben. Diese perverse Janusköpfigkeit der Gegenwart wird dann noch als zivilisatorische Errungenschaft verkauft und es wird behauptet, man tue dies alles für die Menschenrechte, für Demokratie und Frieden. Ein unfreiwilliger Neusprech hinter dem noch nicht mal eine sinistre Intention steht, sondern in Wahrheit nichts anderes als Feigheit und Schwäche.
Zitieren
#64
https://augengeradeaus.net/2021/06/probl...abschluss/

Zitat:Die strukturellen Veränderungen des vergangenen Jahres kämen faktisch einer Neuaufstellung dieses Verbandes gleich, bilanzierte der General. Die Entscheidung über die Zukunft des KSK werde aber Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer nach einem erneuten Besuch der Einheit in Calw treffen.

Zitat:Aus ministerieller Perspektive ergibt sich das Bild, dass auf der Grundlage eines in Teilen ungesunden Eliteverständnisses – auch einzelner Führungskräfte – sich im KSK in Teilen eine nicht angemessene Kultur und Aufgabenwahrnehmung entwickelt hat, denen zuvor nicht effektiv begegnet worden war. Diese Entwicklung galt es zu stoppen, mit Verbesserung der Dienstaufsicht auf sämtlichen Führungsebenen und mit Hilfe externer übergreifender Expertise.

Zitat:Strukturelle und personelle Aufwüchse der Vergangenheit zielten vornehmlich auf die Stärkung der Kommandokräfte. Ziel war es, neben zahlreichen anderen Aufträgen die nahezu durchgängige Entsendung von durchschnittlich 100 Angehörigen des KSK nach Afghanistan durchhaltefähig zu gewährleisten. Die „tragenden Säulen“ des Unterstützungsbereichs (Logistik, Materialwirtschaft, Personalmanagement und Militärische Sicherheit) wuchsen hingegen nicht proportional mit und hielten folglich der Auftragslast in Einsatz, Ausbildung und Grundbetrieb nicht Stand. Folgen dieser Entwicklungen waren Überlastung, Frustration, Vorschriftenverstöße sowie schließlich die Entstehung weitgehend regelungsfreier Räume.

Zitat:Die truppendienstliche Verortung des KSK im Heer bei gleichzeitiger „operativer Unterstellung“ in Ausbildung und Einsatz unter das EinsFüKdoBw führten zu einer Sonderstellung in der Führungsorganisation. Die Entkopplung des truppendienstlichen und des fachlichen Führungsstrangs leistete Verantwortungsdiffusion Vorschub und erschwerte die Führung der Kommandeure im Sinne der Wahrnehmung ihrer unteilbaren Verantwortung für das KSK. Folge dieser Entwicklung waren Verselbstständigung, Abschottung, in einzelnen Bereichen die Entstehung eines überzogenenen Eliteverständnisses. Zudem diente der Sonderstatus oftmals als unzutreffende Begründung für Abweichungen von den allgemeingültigen Regeln des Truppendienstes.

Zitat:Allerdings kommt die bisherige Bewertung des Ministeriums zu dem Ergebnis, das mögliche Verstöße keinen Hinweis auf rechtsextreme Seilschaften und auch nicht auf Korruption von Kommandosoldaten bedeuteten – sondern eher einen schlampigen Umgang mit Vergaberegeln.

DAS war es also - keine Rechtsextremisten, keine Rechten Seilschaften, keine Nazi-Verschwörer, sondern: es fehlte einfach an mehr Führung, an mehr Logistikeinheiten, und vor allem an mehr Regeln und Vorschriften !

Wie kann auch nur eine Sondereinheit es wagen sich im ständigen Kampfeinsatz nicht minutiös an die Vorschriften zu halten die für alle Nichtkampfeinheiten uneingeschränkt gelten und mehr Führung hätte das sicher verhindert, den nur der Mangel an Führung hat dieses katastrophale verderbliche Elitedenken entstehen lassen, dass man diesen Nazis, Verzeihung: Nicht-Nazis nun wieder mühsam mit Vorschriften und Regeln und Führung austreiben muss.......

Und das deckt sich ja doch auch eins zu eins mit dem was KSK Soldaten selbst berichteten, nämlich dass es ein Führungsproblem gibt:

https://www.mdr.de/nachrichten/deutschla...g-100.html

https://www.faz.net/aktuell/politik/inla...48641.html

Zum Glück gibt es jetzt mehr Psychologen und mehr Führung mit der man dann gemeinsam über seine Gefühle sprechen kann.......
Zitieren
#65
Entscheidung getroffen: Das Kommando Spezialkräfte bleibt bestehen

https://soldat-und-technik.de/2021/06/au...-bestehen/

"Nach Bekanntwerden von Vorfällen rund um Rechtsextremismus und mangelhafte Munitionsbewirtschaftung hat die Bundeswehrführung zur Mitte letzten Jahres einen 60 Stufen umfassenden Reformplan erarbeiten lassen, von dem mittlerweile 90 Prozent umgesetzt wurden und nach Angaben des BMVg zu einem positiven Wandel im Verband geführt haben."
Zitieren
#66
Und um das nochmal zu betonen: trotz Straftaten welche man aufgrund ihrer Art nun mal als rechtsextreme Straftaten einordnet ist bis dato bei keinem KSK Soldaten tatsächlich eine rechtsextremistische Gesinnung nachgewiesen worden - und noch vor allem anderen: es konnte kein rechtes Netzwerk im KSK ausgemacht werden und es gab keine rechten Gruppen im KSK: Davon natürlich kein Wort in den üblichen Medien.
Zitieren
#67
Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen den früheren Kommandeur der Einheit wegen der fehlenden Munition:

https://augengeradeaus.net/2022/02/nach-...ommandeur/

Zitat:Die Behörde werfe ihm [Kreitmayr] unterlassene Mitwirkung bei Strafverfahren (Paragraf 40 Wehrstrafgesetz) vor, sagte der Erste Staatsanwalt Nicolaus Wegele am Freitag. Dies sei vergleichbar mit dem Straftatbestand der Strafvereitelung.

Hintergrund ist laut Wegele, dass bei der jährlichen Munitionsinventur für das Jahr 2019 erhebliche Fehlbestände im KSK-Munitionslager in Calw entdeckt wurden. … Der Kern des Vorwurfs sei, dass der damalige KSK-Kommandeur zumindest damit hätte rechnen müssen, dass die Munition zum Teil gestohlen worden war.

Bei der real existierenden Bundeswehr muss man eigentlich eher mit Fehlern bei der elektronischen Verbuchung der Munition rechnen, da das dafür benutzte System gelinde gesagt in diesem Kontext etwas problematisch ist. Sobald man größere Mengen Munition verbraucht, und dies gar noch im Ausland, stimmt da systeminhärent vieles nicht mehr.

Aber natürlich, statt das unerträgliche Schrott-Programm als Quelle der Probleme zu verorten, muss man bei jeder Unregelmässigkeit wie von selbst jeden wegen Diebstahls verdächtigen, sonst macht man sich am Ende ja gar selbst strafbar.
Zitieren
#68
Neuausrichtung der deutschen Spezialkräfte ?!

https://soldat-und-technik.de/2022/01/au...anbringen/

Deutsche Spezialkräfte – Strategische Neuausrichtung voranbringen!
Zitieren
#69
Der Krieg in der Ukraine und der Abzug aus Afghanistan bringen auch für die SOF eine Neuausrichtung mit sich. Nachdem bisher die Einsätze sich mehr auf, wie ich manchmal etwas flapsig sage, Kolonialkriege gegen deutlich unterlegene Gegner und im Prinzip Polizeieinsätze beschränkte, rückt jetzt der Kampf gegen gleichwertige Gegner (Near-Peer-Einsätze) in den Fokus.

Das bedingt eine umfangreichere Ausbildung, neue Taktiken und neue Anforderungen an Material und Ausrüstung, also einen grundlegenden Wandel. Sicherlich auch verbunden, zumindest in Deutschland, mit einem Aufwuchs der Kräfte, wenn sie in einem größeren Konflikt gegen gleichwertige Gegner eingesetzt werden sollen.

Die aktuell am besten dafür befähigten SOF sind, naheliegender Weise, die UASOF. Von ihnen können jetzt die gesamten SOF-NATO-Kräfte lernen.

https://soldat-und-technik.de/2023/01/st...lkraeften/
Zitieren


Gehe zu: