(Land) Mittlere Kräfte
Was man personell nicht leisten kann bedarf auch keine Fahrzeuge . Das betrifft z.B. RCH155 . Mit dem Personal was zuläuft sollte man erst mal die hohlen Strukturen ausfüllen die man hat bevor man weitere Potemkinsche Dörfer schafft. Die Planung baut auf 2 panzerbtl auf ohne Fahrzeuge , die nächsten Jahre ist auch keine Änderung in Sicht , also auflösen . Damit kann man sofort die Personalprobleme in anderen Einheiten lösen .
Die luftlandeflugabwehrraketenbatterie 100 zurück zur DSK unter alten Namen als selbständige kp direkt Division unterstellt.


Pionierpanzer (44 Stück) wurden schon bestellt und laufen ab diesem Jahr zu
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(20.08.2023, 16:14)alphall31 schrieb: Was man personell nicht leisten kann bedarf auch keine Fahrzeuge . Das betrifft z.B. RCH155 . Mit dem Personal was zuläuft sollte man erst mal die hohlen Strukturen ausfüllen die man hat bevor man weitere Potemkinsche Dörfer schafft. Die Planung baut auf 2 panzerbtl auf ohne Fahrzeuge , die nächsten Jahre ist auch keine Änderung in Sicht , also auflösen . Damit kann man sofort die Personalprobleme in anderen Einheiten lösen .
Du siehst das zu sehr Realitäts-bezogen. So funktioniert BW-Planung aber nicht. Man muss Zusagen erfüllen, es geht nicht darum, dass das ganze auch nachhaltig funktioniert.

Zitat:Pionierpanzer (44 Stück) wurden schon bestellt und laufen ab diesem Jahr zu
Die haben aber Ketten. Ich spreche von dem Gerät für die mittleren Kräfte. Da ist noch nichts entsprechendes geplant.
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Zitat:Die haben aber Ketten. Ich spreche von dem Gerät für die mittleren Kräfte. Da ist noch nichts entsprechendes geplant.

Die sind nun mal bestellt und sind im Zulauf . Die werden jetzt deswegen nicht in die Ecke gestellt. Und wie sie selbst schon schreiben , nicht so sehr auf Realität beziehen .
Es hat auch ne Weile gedauert bis man gemerkt hat das man weder Personal noch Material hat für Artillerie in der leichten Division und ganze gestrichen hat .
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(20.08.2023, 18:33)alphall31 schrieb: Die sind nun mal bestellt und sind im Zulauf . Die werden jetzt deswegen nicht in die Ecke gestellt.
Natürlich nicht. Sie werden ja auch gebraucht. Bei den drei sKr-Brigaden und den beiden Divisionspionierbataillonen. Nur fehlt dann ja trotzdem den mKr-PioBtl. entsprechendes Gerät, dass die Anforderung "eigenverlegbar" erfüllt. Und ObiBibers Frage war ja, was noch beschafft werden muss, damit das mKr-Konzept umgesetzt werden kann.
Zitat:Es hat auch ne Weile gedauert bis man gemerkt hat das man weder Personal noch Material hat für Artillerie in der leichten Division und ganze gestrichen hat .
Die hat man gar nicht gestrichen, sondern zur Korpsartillerie umgewidmet. Gerät und Material braucht sie trotzdem, wenn auch anderes.
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Dieses ständige Personalargument hat schon eine gewisse Eigenkomik in einer Armee, die allein im zentralen Sanitätsdienst fast 20.000 Soldaten beschäftigt und diesem mehr als 13.000 Reservisten zugeordnet hat. Dazu kommen noch mal die ganzen Sanitäter des Sanitätsdienstes des Heeres, des Bordsanitätsdienstes, des Schifffahrtsmedizinischen Institutes, des Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin, die ganzen dazu abgeordneten sonstigen Zivilangestellten und Soldaten und das Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr mit allein schon nochmal fast 1000 Soldaten. Das hat sich dermaßen als Selbstzweck verselbstständigt und trotzdem taugen diese überblähten barocken Strukturen nicht für einen großen konventionellen Krieg, in welchem die Sanitätsversorgung ganz anders ablaufen müsste und ganz organisiert werden müsste.

Das ganze Heer umfasst gerade mal knapp über 60.000 Mann, und davon ist nur ein Anteil Kampftruppe, aber es gibt über 20.000 Sanitäter. Und so zieht sich das durch viele der barocken Strukturen der Bundeswehr.

Oder worauf auch alphall schon hingewiesen hat: man stellt Personal für Kampftruppen-Bataillone ab und hat gar nicht die notwendige Ausrüstung für diese.

Aber umgekehrt könnte man sehr wohl in der Bundeswehr Personal freimachen für Kampfeinheiten. Das wäre intern in den aktuellen Strukturen gewinnbar. Auch hier sind primär der Bürokratismus und die totale Versteinerung der Bundeswehr in Wahrheit der einzige Grund warum dies nicht praktisch getan werden kann.

Anbei: Stichwort fehlendes Personal: der Sohn eines Arbeitskollegen von mir wollte zur Bundeswehr (entgegen meines Rates). Er wollte unbedingt zur Kampftruppe, und zu den Gebirgsjägern. Er wäre dafür körperlich mehr als geeignet, springt ja ohnehin nur den ganzen Tag am Hang herum. Er wartete Monatelang, und entschied sich dann für etwas anderes, weil ihm schon diese Warterei nicht mehr ansatzweise möglich war.

Natürlich nur eine anekdotische Evidenz, ein Einzelfall, aber solche Einzelfälle gibt es extrem viele. Kann man an vielen Stellen in schier unfassbarer Zahl nachlesen. Das ganze Personalproblem der Bundeswehr ist einfach nur selbst produziert und nichts anders. Die Personalgewinnung der Bundeswehr ist einfach nur noch unfähiger als der ganze Rest dieses Vereins, dass ist alles.
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(20.08.2023, 14:27)ObiBiber schrieb: ...
ca. 600-700 Boxer in verschiedenen Varianten (CRV,IFV,RCH155,Skyranger30,Beückenleger,usw)
ca. 600-800 Nachfolger Fuchs/CAVS (verschiedene Varianten, u.a. Mörser)
...

Was haben nur immer alle mit diesen CAVS-Ding. Entweder die Ausrüstung ist leicht und klein genug dann kommt es in einen Fennek oder es größer, schwerer oder braucht mehr Munition (z.B. Mörser) dann kommts in einen Boxer. Und wen man doch an der Finnischen Wirtschaftsförderung festhalten will dann soll Patria in Lizenz Boxer bauen.

(20.08.2023, 16:14)alphall31 schrieb: Was man personell nicht leisten kann bedarf auch keine Fahrzeuge . Das betrifft z.B. RCH155 . Mit dem Personal was zuläuft sollte man erst mal die hohlen Strukturen ausfüllen die man hat bevor man weitere Potemkinsche Dörfer schafft. Die Planung baut auf 2 panzerbtl auf ohne Fahrzeuge , die nächsten Jahre ist auch keine Änderung in Sicht , also auflösen .... Pionierpanzer (44 Stück) wurden schon bestellt und laufen ab diesem Jahr zu

Ja und Nein. Nein, die Fahrzeuge/Ausrüstung muss gemäß dem aufgestellten Einheitenplan beschafft werden. Also auch RCH 155, auf 36,5to abspeckt und somit zusammen mit Boxer im A400m verlegt werden kann.
Ja, es macht Sinn statt 4 Einheiten mit 25% Personal nur 1 Einheit mit 100% auszustatten, aber es muss immer mindesten einen Einheit von jedem Typ geben um bei Personalzuwachs auf eine Basis an Ausbildern zurückgreifen zu können. Auch werden die Einheiten nicht aufgelöst, solange Sie im Plan vorgesehen sind werden sie maximal inaktive gestellt (wegen des Traditionsgefühls, material ins Depot, Fahnen in den Divisionsstab)
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Zitat:Was haben nur immer alle mit diesen CAVS-Ding.

Eine gute Frage. Benötigt man für mittlere Kräfte wirklich in jedem Fall eine 6x6 Plattform zwischen GTK und den kleineren leichteren Fahrzeugen ?! Das hatten wir ja ausführlichst im Strang über einen etwaigen Fuchs-Nachfolger und im Strang über einen etwaigen Fennek-Nachfolger. Denn ja, solange der Fennek noch da ist, könnte man einfach alles entsprechend aufteilen, und es gibt vom Fennek ja auch noch mehrere andere Varianten welche die Bundeswehr noch gar nicht nutzt, welche aber vollausgereift zur Verfügung stehen würden.

Wenn ich aber nun (wie aktuell geplant) den Fennek ersetzen will (ohne Wertung ob dies nun gut oder schlecht ist), dann stellt sich die folgende Frage anders:

Zitat:Entweder die Ausrüstung ist leicht und klein genug dann kommt es in einen Fennek oder es größer, schwerer oder braucht mehr Munition (z.B. Mörser) dann kommts in einen Boxer.

Dann müsste es heißen: entweder ist die Ausrüstung leicht und klein genug, dann kommt sie in den Fennek-Nachfolger - oder sie ist größer, schwerer und benötigt mehr Munition, dann kommt sie in den GTK.

Wenn der Fennek-Nachfolger aber nun ein 6x6 ist, der dann deutlich schwerer und auch größer ausfällt als bisher der Fennek (mit höherem Schutzniveau) usw. dann stellt sich die Frage des Abstandes zum GTK, der dann ja nicht mehr so groß ist wie zwischen Fennek und GTK.

Und was für leichtere, kleinere Fahrzeuge man unterhalb dieses Fennek-Nachfolgers verwendet ?!

Und dann kommt dazu noch der Wahnwitz der Bundeswehr, beispielsweise Mörser explizit mit Fuchs oder einem Fuchs-Nachfolger verwenden zu wollen, obwohl es spezielle Lösungen für leichtere Fahrzeuge gäbe und obwohl der GTK für einen 120mm Mörser die bessere Plattform wäre.

Insgesamt verschlimmbessert die Bundeswehr damit die ohnehin schon bestehenden Problemstellungen. Es wäre daher insgesamt vermutlich besser, man würde einfach weiter den Fennek verwenden, explizit keinen Fennek-Nachfolger beschaffen und wie benannt einfach die Aufgaben zwischen Fennek und GTK aufteilen. Das ist zwar dann in einigen Anwendungen nicht optimal, aber es wäre sehr viel einfacher und sehr viel kostengünstiger.

Man könnte so auch die Aufgaben welche der Fuchs noch aktuell erfüllt ganz genau so auf GFF - Fennek und GTK aufteilen. Und spart sich somit insgesamt eine Plattform, was gerade für die mittleren Kräfte meiner Ansicht nach relevant wäre. Je weniger Plattformen die Mittleren Kräfte verwenden, desto realistischer wird es sie überhaupt aufstellen zu können.
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Ja…es sollte am Ende nicht 5 verschiedene Plattformen für ähnliche Aufgaben geben…
Ich bin eigentlich auch ein Freund der EAGLE 4x4/6x6 + Boxer Lösung…
aber CAVS ist wohl günstiger und leistungsfähiger als EAGLE V
der riesen Vortwil den ich sehe ist das CAVS nur 1 Mio für das grundfahrzeug kostet..
mit Germanisierung und Missions Ausrüstung dann 2 Mio
der Boxer liegt aktuell halt schon bei 5 bis 20 Mio je nach Ausführung…
was zu teuer ist um weitere 1000 davon zu beschaffen…500-600 weitere Ja… aber keine 1000
man benötigt halt auf jedenfalls noch eine günstige Ergänzung drunter…
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Der Fennek ist als stark spezialisierter Aufklärer entwickelt worden, als allgemeines Basisfahrzeug ergibt er wenig Sinn, das zeigen auch die real existierenden Abwandlungen. Hier kann man mit anderen Plattformen (bspw. Enok, Eagle, etc.) eine für diese Aufgaben gleiche oder bessere Leistung für weniger Geld bekommen.

Ob es sich noch lohnt, in die realen Strukturen einen Fuchs-Nachfolger in 6x6 zu beschaffen oder nicht, könnt ihr bitte im passenden Strang besprechen:
https://www.forum-sicherheitspolitik.org...65&page=12
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Der Fennek oder ein Fennek-Nachfolger werden in jedem Fall ein wesentlicher Bestandteil mittlerer Kräfte sein. Von daher ist meiner Meinung nach schon die Frage, inwieweit der Fennnek oder sein Nachfolger in den mittleren Kräften verwendet werden.

Meiner abweichenden Meinung nach wäre der Fennek durchaus auch als Plattform für einige andere Aufgaben sehr gut geeignet. Gerade aufgrund seiner Besonderheiten die er als spezialisiertes Spähfahrzeug mitbringt - wie hohe Autarkie und Durchhaltefähigkeit - geringe Signatur - sehr intelligentes und durchdachtes Schutzkonzept in Verhältnis zu Größe / Gewicht usw.

Er taugt natürlich nicht als eine Einheitsplattform für alles mögliche, aber taugt meiner Meinung nach durchaus als Plattform für etliche andere Anwendungen als nur die Aufklärung. Natürlich könnte man hier vieles auch auf Eagle et al abbilden, und dies auch kostengünstiger, aber der Fennek ist aufgrund seiner Eigenheiten beispielsweise als Panzerjäger meiner Ansicht nach hervorragend. Und so hätten mehr Fahrzeuge in den mittleren Brigaden die gleiche Plattform.

Schlussendlich ist in Bezug auf mittlere Fahrzeuge ohnehin die Frage, inwieweit man überhaupt welche Fahrzeuge in welchen Anteilen verwendet. Man redet da meiner Meinung nach zu sehr über den GTK und zu wenig über die vielen anderen Fahrzeuge welche mittlere Kräfte benötigen und welche ja ohnehin auch in jedem Fall in einer mittleren Brigade vorhanden sein werden.

Damit mittlere Kräfte ihren Auftrag im Sinne der Bundeswehr überhaupt erfüllen können, benötigen sie meiner Meinung nach sogar mehr Fennek insgesamt - allein schon um den höheren Bedarf auf Aufklärung leisten zu können. Von daher wird der Fennek in mittleren Kräften in jedem Fall ein wesentliches Fahrzeug sein.
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(21.08.2023, 10:30)Quintus Fabius schrieb: Der Fennek oder ein Fennek-Nachfolger werden in jedem Fall ein wesentlicher Bestandteil mittlerer Kräfte sein. Von daher ist meiner Meinung nach schon die Frage, inwieweit der Fennnek oder sein Nachfolger in den mittleren Kräften verwendet werden.
Dem würde ich nicht zwangsläufig zustimmen - bzw. deiner Folgerung eher nicht.

Der Fennek ist per se nicht "Fahrzeug der Aufklärer der Mittleren Kräfte" an sich, sondern der künftig auf Brigade- und Divisionsebene verorteten Aufklärungsbataillone. Die mittleren Kräfte haben dazu auch Aufklärungszüge (frühere AVZ) - allerdings ist man da bisher eher bei "bunte Mischung" je nach Bataillon, auch die durchgeführten Aufgaben sind andere.

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Die Beschreibung des recht kurzen ESuT-Artikels würde ich eher mit einem Fokus in Richtung Neuausstattung der Brigade- und Divisions-Aufklärungsbataillone verorten. Da passt dann - vor allem auf Divisionsebene - auch das Zeug mit geforderter eigener "Raumverantwortung" etc hin oder die Loitering Munitions (da separat und übergreifend operierend).

Die Frage ist da allerdings in welcher Form diese operieren sollen. Für die Loitering Munitions muss ja beispielsweise auch irgendwo was weggestrichen werden. Gerade da auch andere Aufklärungsmittel- und truppen in den Mittleren Kräften vorhanden sind, könnte dies beispielsweise eine Zusammenführung auf eine einzelne Spähkompanie, ggf. in Überstärke bedeuten. Und in der dann eben wie angedeutet größere, gefechtsfähige Aufklärungsfahrzeuge, die unter geringerem Personalansatz pro Trupp als bisher ggf. auch gleich einen Spähtrupp oder ähnliches (vorgeschobener LM-Trupp...) mitführen können.

Und wenn man bei dem Umfang ist ist man recht schnell bei CRV oder vergleichbarer Größe.

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Bei den Aufklärungszügen der Mittleren Kräfte ist man dagegen ja vielmehr in der direkten Unterstützung des eigenen Jägerbataillons durch Spähleistungen.

Dazu ist über die dann üppig vorhandenen Schweren Waffenträger ein Kampf-Spähauftrag bereits erfüllbar, ebenso sind für die Kampfunterstützung mit indirekten Waffen etwa Mörserzüge vorhanden. Von daher haben die Aufklärungszüge auf dieser Ebene mehr einen reinen Spähauftrag, entweder in direkter Unterstützung von Kampftruppe oder - üblicherweise - freilaufend im Operationsgebiet des Bataillons zur Überwachung von Lücken, bestimmten Operationsgebieten etc.

Für derartige Spähaufgaben ist in den Mittleren Kräften ein Fuchs-Nachfolger als Transportmittel oder ggf. auch kleiner bspw. der Caracal bereits "ausreichend" und zweckmäßig. In den AVZ der Schweren Kräfte sollen die Aufklärungstrupps ja gerüchteweise auch Caracal bekommen.
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Ich meinte schon explizit vor allem die Aufklärungs-Bataillone der Brigaden. Für diese ist der Fennek meiner Meinung nach ein wesentliches Fahrzeug. Unabhängig davon muss die Aufklärung bei mittleren Kräften meiner Überzeugung nach leistungsfähiger / stärker ausfallen und damit auch eine größere Quantität besitzen.

Entsprechend stellt sich mir die Frage, ob nicht auf innerhalb der Bataillone Fennek Sinn machen könnten ?! Dass die Planungen andere sind, ist mir schon auch klar. Denn auch die direkte Unterstützung der Jäger könnte meiner Ansicht nach vom Fennek durchaus profitieren.

Die schweren Waffentäger können das was ein Fennek hier bietet nicht leisten. Und entsprechend geht es mir auch gar nicht so sehr um Kampf-Spähaufträge, weil diese für mittlere Kräfte meiner Ansicht nach als primäres Mittel der Aufklärung unzureichend sind. Eine möglichst verdeckte Aufklärung ist hier meist viel sinnvoller, gerade weil mittlere Kräfte den Kampf im LOS Bereich mit vielen feindlichen Einheiten eher meiden sollten. Wie ich es ja schon schrieb, scheitern selbst die GTK bereits an entsprechenden Mittelkaliber-Maschinenkanonen, die der Feind aber in jedem Fall haben wird und dies selbst auf leichteren, geländegängigeren und etwaig schwimmfähigen Kettenplattformen. Hier besteht das Problem darin, dass die mittleren Kräfte in dem Gelände wie es in Osteuropa vorhanden ist vom Feind mit dessen Kettenpanzern zu leicht ausmanövriert werden könnten. Das betrifft insbesondere solche Fahrzeuge wie die schweren Waffenträger mit ihren Beschränkungen was die Geländegängigkeit und die Signatur angeht.

Und aus den schon genannten Gründen halte ich es für problematisch, Aufklärungszüge (innerhalb der eigenen mittleren Kräfte) daher mit Raumüberwachung und/oder Gefechtsaufträgen zu versehen. Selbst auf dieser Ebene wäre es besser, wennn sie sich auf die Aufklärung konzentrieren würden.

Zitat:Für derartige Spähaufgaben ist in den Mittleren Kräften ein Fuchs-Nachfolger als Transportmittel oder ggf. auch kleiner bspw. der Caracal bereits "ausreichend" und zweckmäßig.

Ich stimme dir in Bezug auf den Caracal zu, dieser könnte hier anstelle des Fennek verwendet werden. Aber andererseits ist der Fennek schon wesentlich leistungsfähiger als ein Caracal und von daher stellt sich auch hier die Frage, ob ein bloßes Ausreichend für die Anforderungen der zukünftigen Kriegsführung gut genug ist. Natürlich wären solche Spähzüge auf Caracal abgestützt deutlich günstiger, aber meiner Ansicht nach würde man genau hier an der falschen Stelle sparen. Auch innerhalb der Bataillone wäre der Fennek wesentlich besser und seine Mehrleistung gerade für mittlere Kräfte entscheidend.

Da ich die Aufklärungsfähigkeiten der mittleren Kräfte so hoch gewichte, stellt sich die Frage, ob ein Aufklärungszug pro Bataillon überhaupt ausreichend ist. Man könnte hier mal überlegen, ob ein solches Bataillon mittlerer Kräfte nicht zwei (seperate) Aufklärungszüge hat. Damit könnte man selbst wenn man einen der Züge mit entsprechender Unterstützung (schwere Waffenträger / Mörser) für andere Aufgaben als einen reinen Spähauftrag abstellt immer noch einen Zug für reine Spähaufgaben verwenden. Oder man hätte zwei solche Züge für entsprechende Kampf-Spähaufträge, was ich rein persönlich ebenfalls für vorteilhaft halten würde.
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Der Caracal als Spähfahrzeug ist vor allem interessant als leichte Variante ohne großen Einsatz von Sensorik/Optronik, sprich als Transportmittel leichter Spähtrupps. Das macht natürlich sehr viel Sinn z.B. als Ergänzung in Panzerbataillonen o.ä.
Der Fennek(-Nachfolger) hingegen setzt ja explizit auf technische Hilfsmittel zur ausdauernd verdeckten Aufklärung aus dem Fahrzeug heraus. Das sind für mich zwei ganz unterschiedliche Ansätze, die beide notwendig sind. Und nochmal etwas ganz anderes sind die größeren "Kampf"-Aufklärer mit dem CRV.

Für die mKr-Bataillone mit ihrer vergleichsweise hohen Absitzstärke braucht es mMn weniger die leichten Spähtrupps auf Caracal, aber sehr hohe Anteile der beiden anderen Kategorien. Gerade aufgrund der vergleichsweise geringen Kampfkraft bei gleichzeitig nicht unerheblicher Signatur der Kampftruppen, empfiehlt es sich doch sehr, weitreichende eigene Aufklärungsmöglichkeiten vorzuhalten, insbesondere wenn man den mKr, wie geplant, explizit überdehnte Räume anvertrauen will. Dafür ist eine flächendeckende signaturarme Aufklärung elementar und muss mMn sowohl in den Bataillonen, als auch auf Brigadeebene vorhanden sein.
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Zitat:
Zitat: Die hat man gar nicht gestrichen, sondern zur Korpsartillerie umgewidmet. Gerät und Material braucht sie trotzdem, wenn auch anderes.

Auf korpsebene wird meines Wissens nur raketenartilleriebtl eingeplant und kein Artilleriebtl

Zitat: Natürlich nicht. Sie werden ja auch gebraucht. Bei den drei sKr-Brigaden und den beiden Divisionspionierbataillonen.

Die Pioniere in den schweren Brigaden sind ja nur noch Teilaktiv und bestehen aktiv aus 2 pzpiozg und einen piomaschzg und leichten kampfmittelabwehrkräften
Nur die pzpiobtl auf divisionsebene haben noch 4 kp
Die bestellte Menge Kodiak würde genau reichen für alle pioniertruppenteile der Bw plus Schulen und Reserve.

Laut oryx werden 200 Marder modernisiert und bekommen ein Update . Damit wird sich eine weitere Beschaffung Puma wahrscheinlich erledigt haben .
https://www.oryxspioenkop.com/2023/07/ze...t.html?m=1

Zitat: Und dann kommt dazu noch der Wahnwitz der Bundeswehr, beispielsweise Mörser explizit mit Fuchs oder einem Fuchs-Nachfolger verwenden zu wollen, obwohl es spezielle Lösungen für leichtere Fahrzeuge gäbe und obwohl der GTK für einen 120mm Mörser die bessere Plattform wäre.

Wenn sie aber beim Fuchs Nachfolger z.B. bei einem Bedarf von 30 Stück 50 mio einsparen , Diese auch noch schneller lieferbar sind und vielleicht auch in Unterhaltskosten günstiger ist das kein Witz mehr .
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(21.08.2023, 11:17)kato schrieb: ... Der Fennek ist per se nicht "Fahrzeug der Aufklärer der Mittleren Kräfte" an sich, sondern der künftig auf Brigade- und Divisionsebene verorteten Aufklärungsbataillone. Die mittleren Kräfte haben dazu auch Aufklärungszüge (frühere AVZ) - allerdings ist man da bisher eher bei "bunte Mischung" je nach Bataillon ...

Die Frage ist da allerdings in welcher Form diese operieren sollen. Für die Loitering Munitions muss ja beispielsweise auch irgendwo was weggestrichen werden. ...

Und wenn man bei dem Umfang ist ist man recht schnell bei CRV oder vergleichbarer Größe.

Bei den Aufklärungszügen der Mittleren Kräfte ist man dagegen ja vielmehr in der direkten Unterstützung des eigenen Jägerbataillons durch Spähleistungen.

Dazu ist über die dann üppig vorhandenen Schweren Waffenträger ein Kampf-Spähauftrag bereits erfüllbar, ebenso sind für die Kampfunterstützung mit indirekten Waffen etwa Mörserzüge vorhanden. Von daher haben die Aufklärungszüge auf dieser Ebene mehr einen reinen Spähauftrag, entweder in direkter Unterstützung von Kampftruppe oder - üblicherweise - freilaufend im Operationsgebiet des Bataillons zur Überwachung von Lücken, bestimmten Operationsgebieten etc.

Für derartige Spähaufgaben ist in den Mittleren Kräften ein Fuchs-Nachfolger als Transportmittel oder ggf. auch kleiner bspw. der Caracal bereits "ausreichend" und zweckmäßig. In den AVZ der Schweren Kräfte sollen die Aufklärungstrupps ja gerüchteweise auch Caracal bekommen.

Also das der Fennek ursprünglich nur für die Aufklärer entwickelt wurde ist ein fakt den keiner bestreitet. Aber warum zur Hölle muss ich bei den mKr eine JFST aus 3Mann in einen Boxer mit Beobachtungsmast stecken wen die Aufklärer den gleichen Mast + 3Mann im Fennek spazieren fahren, am größeren Funkgerät wird sicher nicht liegen das man 13t mehr mögliche Zuladung braucht.
Und heißt es nicht für die mKr halten gegen überlegen mechanisierten Feind? Da wäre es doch cool wen die im Fennek schwer zu endeckenden JFST vorgeschoben schon mal wild Stahlregen bestellen während die Jäger hinter ihnen noch beim Schützenloch buddeln sind, statt untätig in in der dritten Reihe drauf zu warten das die Jäger wild gestikulierend und nach Hilfe rufen an ihnen vorbei rennen bevor man mit der Arbeit anfängt.

Und ob ich im Fennek ohne Sensormast nun einen Aufklärungstrupp mit Bodensensor, einen PiErk Trupp mit Bauvermessungsgerümpel oder eine Panzerabwehrtrupp + 6 MELLS auf dem Dachgepäckträger durch die Kante fahre macht auch kein unterschied.

bezüglich des Caracal wollt ihr mich veräppeln oder? Die Luftlandeversion von einem Geländewagen durch die man sogar Wattebäuchen durchwerfen kann, sollen in diesem Geleitzug aus wenigsten passabel gegen Splitter gepanzerten Fahrzeugen der mKr die voraus Kräfte stellen. Last doch die Aufklärer sich gleich in der heimischen Waffenkammer selbst erschießen, dann stehen auch weniger Wracks mit zermatschtem Hack auf den Sitzen in der Sulwalki-Lücke rum wen die GTK da durch wollen.

P.S. kann natürlich auch der Fennek 2 sein mir geht es primär um die Eigenschaften aus relativer größe der Fahrzeugs (Tarnung), brauchbarem Geländeverhalten, passablem Splitterschutz
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